Höchster Lukas Gehrer holt für Appful sechsstelliges Investment

Neuer strategischer Partner und großer Relaunch für App-Baukasten.
Höchst, Wien Im Alter von nur 21 Jahren übernahm der Höchster Lukas Gehrer (24) die Mehrheit am deutschen Start-up Appful. Dieses hilft Unternehmen dabei, innerhalb von fünf Minuten jede WordPress-Webseite in eine native App zu verwandeln und direkt auszutesten.
Unternehmerisch tätig war der Vorarlberger bereits zuvor. Denn mit 17 Jahren gründete er seine Werbeagentur „Wordsmattr“, mit der er Werbeanzeigen in Magazinen, Podcasts und Zeitungen im DACH-Raum vermittelt.

Strategischer Partner
Nun steht bei Appful der nächste Schritt an. Gehrer ist es gelungen, mit der Integra GmbH einen strategischen Partner samt sechsstelligem Investment an Bord zu holen. Deren CEO Gerhard Berger bringt jahrzehntelange Erfahrung als Manager bei SAP ins Team. „Wir sehen mit Appful ein enormes Einsparungspotenzial für Unternehmensapps in der Industrie“, ist Berger überzeugt. Und auch Gehrer sieht viel Potenzial. „Die Integra hat sich eingekauft, bringt aber auch inhaltlich vor allem vertriebliches Know-how und Netzwerk mit.” Sie helfe auch beim Verständnis dafür, was große Unternehmen wirklich wollen und wie dort Entscheidungen gefällt werden. „Diese Erfahrung aus Bergers Zeit als SAP Head of Consulting ist ein Sprungbrett für uns.“

Mit dem Investment sei unter anderem ein großer Relaunch beschleunigt worden. „Wir können heute stolz sagen, mit Appful den einfachsten Baukasten für native iOS- und Android-Apps mit WordPress-Schnittstelle anzubieten“, so Gehrer.
Seit seiner Übernahme von Appful wurden neue Entwickler eingestellt. Zudem konnte das Unternehmen, das bereits Apps für Greenpeace, Vaude und Peta lancierte, weitere Großprojekte wie die Jugend-Infoapp des Landes Südtirol „Youth App“ und eine noch unter Verschluss gehaltene Lernvideo-App für Tennis Gate gewinnen.

Wichtig ist Lukas Gehrer, der Abwanderung von App-Entwicklung aus Österreich ins Ausland entgegenzuwirken. Sein Ziel: Jedes Unternehmen soll sich eine App leisten können, die in Österreich und Deutschland entwickelt wurde, so der Geschäftsführer, der in seinem Unternehmen jedenfalls nur Entwickler in Österreich und Deutschland beschäftigt.
Für jeden zugänglich
Appful ist für jeden Nutzer zugänglich. Gearbeitet wird mittels eines Baukastensystems. Kosten bzw. Abo-Gebühren fallen erst an, wenn die App auch veröffentlicht wird. Großes Potenzial sieht Gehrer in der Zusammenarbeit mit Agenturen und Verlagen. „Wir verhandeln aktuell mit über 30 Agenturen und Verlagen über eine Vermarktung.“

Netzwerkeffekte
Appful sitzt historisch bedingt in Falkensee, nähe Berlin, Wordsmattr in Wien. Zudem gibt es ein Kernteam, das für beide Unternehmen in Wien tätig ist. Hier sollen beide Firmen voneinander profitieren und Netzwerkeffekte gefördert werden.

Wordsmattr.io zählt nach eigenen Angaben mittlerweile zu den drei größten Advertorial-Agenturen im DACH-Raum und arbeitet seit ihrer Gründung profitabel bei siebenstelligem Jahresumsatz 2022.