Wie Investraum möglichen Interessenkonflikt aus dem Weg geht

Rückzug aus dem Tochterunternehmen und Verkauf an bisherigen Miteigentümer.
Dornbirn Der Immobilienprojektentwickler Investraum GmbH hat sein Geschäftsmodell beziehungsweise sein Portfolio adaptiert. So hat sich das Unternehmen aus der 50-prozentigen Tochterfirma Investraum Bau GmbH zur Gänze zurückgezogen. Die Investraum Bau GmbH ist insbesondere auf den Bereich Bauleitung konzentriert und gehörte bislang zu jeweils 50 Prozent der Investraum GmbH und Armin Thoma, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Architektur- und Baumanagement-Unternehmens Cubo in Thüringen.
Der neue Alleineigentümer und jetzt auch alleinige Geschäftsführer Armin Thoma hat die Investraum Bau GmbH zwischenzeitlich in Cubo GmbH umbenannt und den Sitz von Dornbirn nach Thüringen verlegt. Wie Thoma erklärt, konzentriere sich Cubo sowohl auf die Planung als auch die Bauleitung bei Immobilienprojekten.
Interessenkonflikt zwischen Projektsteuerung und Bauleitung
Peter Mostögl (oben), geschäftsführender Alleineigentümer der Investraum GmbH, erklärt, dass man sich aus strategischen Gründen aus dem Tochterunternehmen Investraum Bau GmbH und damit aus dem Geschäftsbereich Bauleitung zurückgezogen habe. Denn es habe immer ein gewisser Interessenkonflikt bestanden, da Investraum auch für die Projektsteuerung zuständig sei. Zukünftig werde man Bauleitung nur noch anbieten, wenn der explizite Wunsch bestehe. Und dann werde man diese Leistung extern zukaufen, so Mostögl.
Die Investraum GmbH werde sich nunmehr auf die Bereiche Unternehmensberatung, Projektentwicklung und -steuerung sowie Bauherrn-Vertretung konzentrieren, sagt Mostögl. Die Investraum GmbH wurde 2017 gegründet. Peter Mostögl arbeitete zuvor über viele Jahre in leitender Funktion bei der Lauteracher Baufirmengruppe i+R.