135 Jahre Volksbank: Neue und langjährige Mitarbeiter über ihren Arbeitsplatz

Vieles hat sich geändert, einiges hat aber heute noch Bestand.
Dornbirn Mitte der 1960er Jahre hatte die Volksbank in Rankweil acht Mitarbeiter, die den Kunden die Abschlüsse der Buchhaltung drei Mal pro Woche per Fahrrad zustellten. In den 1980ern wurden die ersten Bankomaten aufgestellt. Wenn die Volksbank Vorarlberg heuer ihren 135. Geburtstag feiert, kann sie auf eine spannende Vergangenheit mit vielen Veränderungen zurückblicken.

“Du kannst gut reden”
Vorstandschef Gerhard Hamel ist seit mittlerweile 36 Jahren an Bord. Nach der Matura fing er klassisch am Schalter an. „Kurze Zeit später hieß es: Du kannst gut reden. Und so wechselte ich in die Beratung“ erinnert er sich an seine Anfänge.
Seit einem Monat
Sara Umjenovic wiederum arbeitet erst seit März bei der Genossenschaftsbank. Nebenbei studiert die Vertriebsassistentin im Private Banking an der Fachhochschule. Wieso sie sich die Bank als Arbeitgeber aussuchte? „Finanzthemen haben mich am meisten interessiert. Auch dass ich wegen des Studiums nur 60 Prozent arbeite, ist hier kein Tabuthema.“

242 Menschen arbeiten aktuell bei der Bank und den Tochtergesellschaften. „Natürlich ist es aktuell nicht einfach, Mitarbeiter zu finden, aber wir stellen durchaus fest, dass einige ehemalige Mitarbeiter wieder zu uns zurück kommen“, sagt Gerhard Hamel. So wie Ralph Braun, der Bereichsleiter des Private Banking. Einige Jahre arbeitete er bei einer Großbank, ehe er den Weg zurück zu seinem alten Arbeitgeber fand. „Ich schätze den familiären und genossenschaftlichen Charakter.“

“Kunde kann vieles selbst”
Dabei hat sich das Berufsbild genauso gewandelt wie die Bedürfnisse der Kunden. „Die Tätigkeiten ändern sich, der Kunde kann durch die Digitalisierung mehr selber erledigen. Aber dafür ist gerade in der Beratung eine greifbare Person umso wichtiger. Hier kann man als Bank auch den Unterschied machen“, so Braun.

Das betreffe durchaus auch junge Menschen, findet Umjenovic. „Zum Beispiel in Bezug auf den Bitcoin-Hype. Eine Veranlagung sollte in den Händen einer erfahrenen Person liegen, denn Erfahrung findet man nicht im Internet.“
Schick ist beliebt
Ist die Kleidung eine Hürde für Junge beim Berufseinstieg? „Nein“, sagt die Volksbank-Mitarbeiterin. „Wir haben eine Umfrage unter jungen Mitarbeitern gemacht und die meisten sagen, sie wollen eine Krawatte oder ein schickes Kleid tragen. Für viele besteht genau darin auch ein Stück der Motivation.“

Die Geschichte der Volksbank Vorarlberg
Die Volksbank Vorarlberg blickt auf eine 135-jährige Geschichte zurück. Alles begann im Jahr 1888, als sich einige Rankweiler Wirte aufgrund der schlechten Wirtschaftslage und Geldknappheit zusammenschlossen und die „Spar- und Vorschußkassa der Collektivgenossenschaft Rankweil“ gründeten. Der Zweck war, die Ersparnisse der Mitglieder zinsbringend und für dieselben nutzbar zu machen sowie ihnen die erforderlichen Geldmittel zum besseren Betrieb ihres Geschäftes zu verschaffen. 1941 wurde der Firmenwortlaut in „Volksbank Rankweil eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung“ geändert. Ab 1974 folgte die Ausweitung des Filialnetzes auf ganz Vorarlberg. Mittlerweile ist die Volksbank Vorarlberg im Besitz von über 18.300 Eigentümern und Partizipationsschein-Inhabern. Die Regionalbank hat in Vorarlberg 13 Filialen, die zwei Tochtergesellschaften Volksbank Vorarlberg Leasing und Volksbank Vorarlberg Immobilien und beschäftigt in der ganzen Gruppe 242 Mitarbeiter.

