Bei Faigle Textil kehrt bald neues Leben ein

Ehemaliger Alpla-CEO kauft textilen Pionier Faigle in Hard.
Hard Eigentlich wurde das Unternehmen Faigle Textil, eines der ältesten Unternehmen in der Branche, mit Ende 2022 geschlossen. Nun gibt es neue Pläne für das Unternehmen bzw. das Betriebsgebäude. Der Harder Industrielle Günther Lehner hat Faigle Textil übernommen. Laut Firmenbuch gehört die Firma nun zu 94 Prozent Lehner persönlich, sechs Prozent hält die GLL GmbH, die ebenfalls im Eigentum des früheren Alpla-CEOs steht. So viel steht fest: Eine Textilproduktion wird es bei Faigle Textil nicht geben, wie Lehner auf VN-Anfrage informiert. Im Betriebsgebäude soll es neue Nutzungen geben, konkrete Pläne habe er aber noch nicht.
149 Jahre Textil
Die schwäbische Fabrikantenfamilie Faigle kaufte vor 150 Jahren die Steurer-Säge in Hard, allerdings nicht um ins Sägereigeschäft einzusteigen. Die Faigles errichteten eine Seidenzwirnerei, in der bis zu 100 Personen beschäftigt waren, wie Barbara Motter und Barbara Grabher-Schneider in ihrem Standardwerk zu historischen Industriebauten in Vorarlberg „Orte – Fabriken – Geschichten“ berichten. Die Textilkrise Anfang der 80er-Jahre sorgte in dem Harder Traditionsbetrieb für einen Besitzerwechsel. Zwirnerei und Färberei Faigle Textil wurden 1983 an die C. Beerli AG in Thal verkauft. Ende des Jahres 2022 beendete Beerli dieses textile Kapitel. Die Istex-Holding, Gossau, mit den Betrieben C. Beerli in Thal und Gunold im deutschen Stockstadt beendete ihre Tätigkeit, wie 2022 Urs Isler, Präsident des Verwaltungsrates und Eigentümer der Istex-Holding, auf VN-Anfrage berichtete. In Hard waren 2022 noch 13 Mitarbeitende beschäftigt. „Wir haben uns entschlossen, uns von allen textilen Aktivitäten zu trennen.“ VN-sca
