So gut ist Vorarlbergs Industrie gegen Risiken abgesichert

Markt / 09.03.2023 • 19:10 Uhr
mehr als PV-Anlagen: Das Unternehmen GrECo versteht sich als Risikospezialist und dazu gehört auch die umfassende Beratung und Begleitung von Firmen bei ihren Nachhaltigkeitsbemühungen. <span class="copyright">APA/EXPA/JOHANN GRODER</span>
mehr als PV-Anlagen: Das Unternehmen GrECo versteht sich als Risikospezialist und dazu gehört auch die umfassende Beratung und Begleitung von Firmen bei ihren Nachhaltigkeitsbemühungen. APA/EXPA/JOHANN GRODER

Größter Industrieversicherer Österreichs attestiert Vorarlbergs Top-Firmen gute Krisensicherheit.

Schwarzach, Wien Die vergangenen Jahre waren für viele Betriebe eine Aneinanderreihung bzw. eine Kumulierung aller nur erdenklichen Krisen, die die Wirtschaft treffen. In solchen Zeiten gewinnt eine Versicherung, die möglichst viele dieser Risiken abdecken kann, an Bedeutung. Dabei vertrauen derzeit 60 Prozent der Vorarlberger Top 100-Betriebe sowie rund 75 Prozent der Kommunen auf die Beratung und Betreuung durch ein Makler-Unternehmen, das der breiten Öffentlichkeit gar nicht bekannt ist: GrECo International AG hat seit 1957 einen bedeutenden Standort in Vorarlberg. 22 Mitarbeiter kümmern sich darum, dass die Industrie und viele Gemeinden „safe“ sind, berichtet der Vorarlberger Standortleiter und Mitglied der Geschäftsführung, Herwig Ganahl.

Risikoanalyse als Basis

GrECo-Vorstand Christoph Repolust, der regelmäßig in Vorarlberg präsent ist, ergänzt: „Wir verstehen uns als Risikospezialist. Wir analysieren zusammen mit den Firmen ihre Risiken, auch das systemische Risiko, und erstellen darauf aufbauend ein Konzept, um diese zu minimieren und bieten auch die entsprechenden Versicherungen an“. Je mehr Daten, umso besser seien die Konditionen, bringen es die beiden Versicherungsprofis auf einen Nenner. Denn umso mehr Daten zur Analyse zur Verfügung stehen, umso besser könne man für die Firmen gefährliche Risiken ausschließen.

So gut ist Vorarlbergs Industrie gegen Risiken abgesichert
GrECo-Firmensitz in Wien.

Versichern könne man viel, allerdings gegen einen Krieg wie in der Ukraine sei man in den meisten Bereichen machtlos. Der Krieg hat das Unternehmen selbst getroffen. Während GrECo in der Ukraine nach wie vor tätig war, habe man die Niederlassung in Russland an den bisherigen Geschäftsführer veräußert, so Repolust. Mit Niederlassungen sei man außerdem nah am Kriegsgebiet, um den Firmen beizustehen. Mitarbeiterinnen aus der Ukraine habe man aus dem Kriegsgebiet geholt und sie privat untergebracht, berichtet Vorstand Repolust. Beigestanden werden muss den Unternehmen auch bei der ständig steigenden Cybercrime-Gefährdung und selbstverständlich beim Thema Blackout. „Wir haben alleine acht Ingenieure, die nur diesen Bereich bearbeiten und tief im Thema sind. „Diese Beratung gibt es auch auf Honorarbasis“, weist Ganahl darauf hin, dass man nicht unbedingt Versicherungskunde sein müsse, um die Leistungen abzurufen. Angeboten werden Notfalltrainings, fingierte Hacks, um nur einige der Maßnahmen zu nennen.

Interview mit GrECo Vorstand Christoph Repolust in der VN Redaktion. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Interview mit GrECo Vorstand Christoph Repolust in der VN Redaktion. VN/Steurer

Schlüssiges Gesamtpaket

Das Gesamtpaket, das Firmen auch in Vorarlberg heutzutage nutzen, ist das große Plus, quasi das Alleinstellungsmerkmal der vor 90 Jahren gegründeten Maklerei. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat sich in den vergangenen Jahren bezahlt gemacht, berichten Ganahl und Repolus. Die Zahl der Kunden stieg deutlich und dürfte hoch bleiben, denn die Bindungsrate liege bei 99 Prozent, ein Spitzenwert in der Branche. Die breite Aufstellung mache GReCo selbst krisensicher. Genauso wie die kontinuierliche Risikoabwägung, die auf Jahresgesprächen resultiert und die zu neuen Expertenteams führt. “Wir begleiten Firmen bei Umsetzung der ESG-Kriterien für die betrieblichen Standards Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, der für die weitere Entwicklung dringend notwendig ist”, nennt Ganahl ein Beispiel dafür.

GrECo Fakten

Eigentümer Familie Neubrand

Geschäftsführung Christoph Repolust, Markus Schmidbauer, Andreas Schmitt, Staondortleiter Vorarlberg Herwig Ganahl

Gegründet 1925

Mitarbeiter 22 in Vorarlberg, 364 in Österreich, 1180 international

Umsatz 124 Millionen Euro

Prämienvolumen 1,034 Mrd. Euro

Marktpräsenz in Vbg. 60 Prozent der Top 100 Unternehmen, 75 Prozent der Kommunen

Niederlassungen 61 in 17 Ländern

Das Unternehmen

Die GrECo Gruppe, ein Familienunternehmen im Privatbesitz, bietet ihren Klienten individuelle Lösungen im Risiko- und Versicherungsmanagement und ist Österreichs führender Versicherungsspezialist für Industrie, Handel, Gewerbe und den öffentlichen Sektor. Aktuell werden vom Unternehmenssitz in Wien 61 Niederlassungen und ca. 1200 Mitarbeiter in 17 Ländern, davon fast 400 in Österreich geleitet. Mit elf Standorten in den Bundesländern garantiert GrECo Service aus einer Hand. Die dezentrale Standortpolitik und die damit verbundene persönliche Nähe zu den Klienten sind essenzielle Elemente der umfassenden Dienstleistung. Über das globale Netzwerk von Versicherungsspezialisten, GrECo nova, ist GrECo auch international in 200 Ländern weltweit vertreten.