Zumtobel übertrifft die Erwartungen

Plus bei Umsatz, operativem Ergebnis und Gewinn nach neun Monaten.
Dornbirn Das Geschäftsjahr 2022/23 verlief bis jetzt sehr positiv für die Dornbirner Zumtobel Group. Nach neun Monaten – also den ersten drei Quartalen – stieg der Umsatz um 7,7 Prozent auf 912,2 Millionen Euro (Vorjahr: 846,6 Mill. Euro), währungsbereinigt liegt das Plus bei 6,6 Prozent.

Die EBIT-Marge belief sich auf 7,5 Prozent, das Nettoergebnis stieg um 32,8 Prozent auf 43,4 Millionen Euro.
„Wir entwickeln uns besser als wir es angesichts des schwierigen Marktumfelds erwarten konnten, und zwar ungeachtet des zwischenzeitlichen Mangels an wichtigen Komponenten und der höchsten Inflationsrate seit 70 Jahren“, sagt Zumtobel-CEO Alfred Felder. Man profitiere dabei auch von den hohen Energiepreisen, weil diese die Nachfrage nach energiesparenden LED-Leuchten befeuern.

Deutliche Zuwächse konnte Zumtobel besonders in der D/A/CH-Region (+14,8 Prozent) und in Amerika sowie Mittlerer Osten und Afrika (+18,4 Prozent) erzielen. Mit Ausnahme von Großbritannien und Norwegen stiegen auch in Nord- und Westeuropa die Umsatzerlöse deutlich, in Süd- und Osteuropa fiel die Umsatzsteigerung mit 4,6 Prozent etwas geringer aus. In der Region Asien & Pazifik gingen die Umsatzerlöse um 4,9 Prozent zurück.

Hohe Kosten
Auf der Kostenseite schlugen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres die deutlich gestiegenen Material-, Energie- und Personalkosten sowie die Abwertung von Materialbeständen negativ zu Buche, ebenso stiegen im Zuge höherer Personal-, Reise- und Beratungskosten die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen (inkl. Forschung) um 14,8 Millionen auf 246,8 Millionen Euro. Dennoch konnte die Zumtobel Group dank der deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse das operative Ergebnis (EBIT) um 30,1 Prozent auf 68 Millionen Euro erhöhen. “Der Markt akzeptiert mittlerweile, dass man Kostensteigerungen in Preissteigerungen umwandelt”, so Felder. Zumtobel habe die gestiegenen Kosten deshalb zuletzt “konsequent weitergegeben”.

„Angesichts der guten Entwicklung in den ersten drei Quartalen und der Tatsache, dass sich inzwischen die Materialkosten auf einem hohen Niveau stabilisiert haben, sind wir jetzt auch für das Gesamtjahr noch etwas zuversichtlicher als vor drei Monaten“, so Felder.

Vor allem dank der guten Umsatzentwicklung erhöhte sich die Eigenkapitalquote zum 31. Jänner 2023 auf 40,8 Prozent (30. April 2022: 38,1 Prozent). Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Bilanzstichtag 30. April 2022 um 27,3 Millionen Euro auf 410,1 Millionen Euro.

Auch im Kontext „Nachhaltigkeit“ konnte der Konzern Erfolge vermelden: Anfang Februar wurde Tridonic, die Technologie-Marke der Zumtobel Group, bei der erstmaligen Bewertung durch das unabhängige Nachhaltigkeitsrating von EcoVadis mit einer Silbermedaille ausgezeichnet und gehört somit zu den besten 25 Prozent der mehr als 100.000 von EcoVadis bewerteten Unternehmen weltweit.
Für das Gesamtjahr wird der Ausblick für die EBIT-Marge erhöht, erwartet werden nun 5 bis 7 Prozent (bisher: 4 bis 6 Prozent). Die Entwicklung des Umsatzwachstums wird weiterhin zwischen 4 bis 8 Prozent erwartet.
Fakten
Nach drei Quartalen, Geschäftsjahr 2022/23
Umsatz: 912,2 Millionen Euro (+ 7,7 %)
Operatives Ergebnis (EBIT): 68 Millionen Euro (+ 30,1 %)
Nettoergebnis: 43,4 Millionen Euro (+ 32,8 %)
