Arbeitslosigkeit geht weiter zurück – gut für Arbeitssuchende, für Firmen nicht einfach

Vorarlberg hat die seit 2001 niedrigste Arbeitslosigkeit. Firmen weiter auf der Suche nach Mitarbeitern.
Bregenz Gute Nachrichten tun in Zeiten wie diesen Not. Hier ist eine. Trotz Rekordinflation und Krisen, die nicht wirklich enden, bleibt der Arbeitsmarkt im Land ein Boom-Markt.

Ende Februar 2023 waren 8852 Personen beim AMS Vorarlberg arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang von 204 Personen oder 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Etwas zurückgegangen sind die offenen Stellen im Land. Mit 4988 angebotenen Jobs reduzierte sich das Stellenangebot im Vergleich zum Vorjahr in diesem Februar um 412 Stellen oder 7,6 Prozent. “Wir konnten im Februar den niedrigsten Wert seit 15 Jahren verzeichnen, die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent war seit 2001 nicht mehr so gering”, informiert AMS Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter über die weiterhin positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt.
“Kein Jugendlicher wird zurückgelassen”, postuliert Landeshauptmann Markus Wallner immer wieder. Das dürfte auch heuer gelingen: 365 offene Lehrstellen standen im Februar 206 Lehrstellensuchenden gegenüber. Die Zahl der auf eine offene Lehrstelle entfallenen Lehrstellensuchenden (Lehrstellenandrang) lag im Jänner bei 0,6 Personen. Und auch die Langzeitarbeitslosigkeit geht zurück. Aktuell sind in Vorarlberg nur noch 1568 Menschen vorgemerkt, die über ein Jahr auf Jobsuche sind (Langzeitbeschäftigungslose). Auch wenn jeder Arbeitslose einer zuviel ist – Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen um 33 Personen oder 2,1 Prozent. 55 Prozent oder 306 vorgemerkte Arbeitslose mit einem Berufswunsch im Baugewerbe konnten eine Einstellzusage für die kommenden Wochen vorweisen. Ende Februar waren 279 vertriebene Ukrainerinnen beim AMS vorgemerkt, 834 vertriebene Ukrainerinnen haben bisher im Land eine Anstellung gefunden.

AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter: „Arbeitsmarkt ist weiter robust.“ AMS
Die Wirtschaft hat sich bereits auf den Mangel eingestellt, denn die demografischen Prognosen zeigen klar, dass der Arbeitsmarkt auch in Zukunft ausgetrocknet bleibt. Potenzial gibt es u. a. bei Arbeitssuchenden, die nur einen Pflichtschulabschluss haben, so Bereuter, das sind 49,1 Prozent, der beim AMS vorgemerkten Personen. Die Arbeitslosenquote dieser Personengruppe liege, mit über 13 Prozent, deutlich über dem Schnitt. “Durch Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote werden wir die Arbeitsmarktchancen dieser Personengruppe verbessern und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Besetzung der offenen Stellen”, ist sich Bereuter sicher.”Wir haben für alle arbeitslosen Personen, die eine Lehre nachholen wollen, ein passendes Angebot”, versichert er.
Alle aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt im Bericht des AMS Vorarlberg.