Deshalb liegt jetzt der Ball für die Ball-Erweiterung bei den Bürgern

Markt / 24.01.2023 • 17:55 Uhr
<p class="caption">Das Ball-Werk in Ludesch arbeitet an der Kapazitätsgrenze, die Erweiterung sei dringend notwendig. <span class="copyright">VN/Lerch</span></p>

Das Ball-Werk in Ludesch arbeitet an der Kapazitätsgrenze, die Erweiterung sei dringend notwendig. VN/Lerch

Ball Beverage Packaging versucht jetzt mit geänderten Plänen, den Betrieb in Ludesch zu erweitern.

Ludesch Im November 2019 platzten die Erweiterungsträume des Getränkedosenherstellers Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH nachdem die Erweiterung des Red Bull-Produzenten Rauch, für die eine Umwidmung von 6,5 Hektar in der Landesgrünzone notwendig gewesen wäre, bei einer von Emotionen geprägten Volksabstimmung abgelehnt wurde. Das Volksabstimmung wurde zwar vom Verfassungsgerichtshof ein Jahr später aufgehoben, doch die Baupläne waren vom Tisch.

Keine Umwidmung nötig

Im Hintergrund arbeitete aber Ball Beverage Packaging, wie auch mehrfach in den VN berichtet wurde, an einer neuen Lösung, um den Platz- sowie Produktionsbedarf für die Red Bull-Dosenproduktion doch noch auszubauen – und das ohne einen zusätzlichen Quadratmeter Bauland und damit auch ohne Umwidmung.

Geschäftsführer Andreas Mayer: "Volle Transparenz ist für ein Projekt wie dieses selbstverständlich."  <span class="copyright">FA/Matthias Rhomberg</span>
Geschäftsführer Andreas Mayer: "Volle Transparenz ist für ein Projekt wie dieses selbstverständlich." FA/Matthias Rhomberg

„Als deutlich wurde, dass keine Lösung in Sicht ist, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Betrieb und die Kapazitäten trotzdem erweitern können“, erzählt Geschäftsführer Andreas Mayer im Frühjahr 2022 den VN. „Es sollte hoffentlich keine Widerstände geben, da es nur um eine Erweiterung auf unserem Betriebsstandort geht. Es geht nur um unser Unternehmen und unsere Produktionskapazitäten.“ Viel mehr, außer dass der Bau in die Höhe strebt, hat Mayer damals nicht verraten.

„Wir brauchen für die Erweiterung keinen einzigen zusätzlichen Quadratmeter.“

Andreas Mayer, GF Ball Bervage Packaging Ludesch

Nun können sich die Bürger ein konkretes Bild von den Plänen machen. Mittels IPPC-Bekanntmachung lädt die Bezirkshauptmannschaft Bludenz „jedermann“ ein sich ein Bild von den Plänen zu machen und zum „Genehmigungsantrag Stellung zu nehmen“. IPPC wird nicht jedermann geläufig sein, dabei handelt es sich um „Integrated Pollution Prevention and Control“ oder zu gut deutsch umür „Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung“.

Ball ist zuversichtlich

Ball plant, so Geschäftsführer und Werkleiter Mayer, eine fünfte Produktionslinie, den Zubau einer Lagerhalle sowie einer Kantine für die derzeit rund 220 Mitarbeiter im Werk in Ludesch, das direkt an die Abfüllung bei Rauch in Nüziders gekoppelt ist. Mayer ist zuversichtlich, dass nun alle Anforderungen und Wünsche erfüllt worden sind, zumal man in enger Abstimmung mit den Behörden und den entsprechenden Experten getroffen worden sind. „Wir brauchen für die Erweiterung keinen Quadratmeter Grünland“ hebt der Ball-Ludesch-Chef nochmals hervor. Für Interessierte und Betroffene besteht die nächsten sechs Wochen die Gelegenheit, die Pläne bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz in der Abteilung Wirtschaft und Umweltschutz einzusehen. Und nicht nur das: Natürlich kann dann jeder zum Genehmigungsantrag Stellung nehmen.

<span class="copyright"> </span>Eine fünfte Produktionslinie, ein Lager und eine Kantine sind geplant. <span class="copyright">FA/MR</span>
Eine fünfte Produktionslinie, ein Lager und eine Kantine sind geplant. FA/MR

Ball-Chef Mayer gibt der Hoffnung Ausdruck, dass der emontionalen Diskussion im Jahr 2019 nun eine sachliche Beurteilung der Pläne erfolgt und spricht von einer “Lösung, die für alle passt”. Deshalb sei es auch wichtig, dass die Pläne in vollem Umfang vorliegen. “Für uns ist Transparenz sehr wichtig”, beteuert er im Gespräch mit den VN, “nur so kann eine gute Lösung, die auf breite Zustimmung bauen kann”, erzielt werden.

Neue Arbeitsplätze und höhere Steuerleistung: Eine Erweiterung bringt auch Vorteile für die Gemeinde, so Andreas Mayer. <span class="copyright">FA</span><p class="caption">
Neue Arbeitsplätze und höhere Steuerleistung: Eine Erweiterung bringt auch Vorteile für die Gemeinde, so Andreas Mayer. FA

Das Unternehmen ist jedenfalls vorbereitet, wenn die Genehmigung für die Erweiterung erfolgen sollte. “Wir wollen dann so schnell wie möglich mit den Bauarbeiten beginnen”, so Mayer, in den zuständigen firmeninternen Gremien jedenfalls ist alles vorbereitet dafür, investiert wird ein zweistelliger Millionenbetrag in die Erweiterung des Standorts in Ludesch.

Deshalb liegt jetzt der Ball für die Ball-Erweiterung bei den Bürgern

Bekanntmachung BH Bludenz

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