Von Südkorea zum Weltwirtschaftsforum: Zahlreiche Privatjets am Flughafen Friedrichshafen

Markt / 19.01.2023 • 17:30 Uhr
Von Südkorea zum Weltwirtschaftsforum: Zahlreiche Privatjets am Flughafen Friedrichshafen
Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr freut sich über das Interesse am Flughafen.

Bodensee-Airport ist wieder Ziel zahlreicher Starts und Landungen.

Friedrichshafen Gäste aus aller Welt reisen jährlich zum World Economic Forum in Davos. Neben den Flughäfen Altenrhein und Zürich nutzen zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt auch den Bodensee-Airport Friedrichshafen als Start- und Landepunkt.

Das Weltwirtschaftsforum Davos ist das Ziel der Fluggäste aus der ganzen Welt. <span class="copyright">Airport</span>
Das Weltwirtschaftsforum Davos ist das Ziel der Fluggäste aus der ganzen Welt. Airport

Nach aktuellem Planungsstand werden in dieser Woche mehr als 170 zusätzliche Flugbewegungen erwartet. Dabei kommen die Geschäftsreiseflugzeuge aus Dubai, Madrid, Baku oder auch Südkorea.

170 zusätzliche Flugbewegungen gibt es am Bodensee-Airport Friedrichshafen. <span class="copyright">airport</span>
170 zusätzliche Flugbewegungen gibt es am Bodensee-Airport Friedrichshafen. airport

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder so viele internationale Gäste begrüßen dürfen. Dies zeigt uns, dass der Flughafen für Kunden aus der ganzen Welt von großer Bedeutung ist“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr.

Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer Flughafen Friedrichshafen.
Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer Flughafen Friedrichshafen.
Einer von zahlreichen Privatjets am Bodensee-Airport Friedrichshafen. <span class="copyright">airport</span>
Einer von zahlreichen Privatjets am Bodensee-Airport Friedrichshafen. airport

Proteste in Altenrhein

Am Flughafen Altenrhein werden in dieser Woche rund 200 zusätzliche Flugbewegungen erwartet. Allerdings gab es Montag einen Protest von Klimaschützern. Mitglieder der Bewegungen „Debt for Climate“ und „Make Polluters Pay“ versammelten sich kurz nach 7.30 Uhr auf dem Vorplatz, um gegen das WEF zu protestieren.

Klimaaktivisten protestierten am Montag am Flughafen Altenrhein. <span class="copyright">vn/PAulitsch</span>
Klimaaktivisten protestierten am Montag am Flughafen Altenrhein. vn/PAulitsch
Am frühen Nachmittag war die Kundgebung beendet. <span class="copyright">vn/Paulitsch</span>
Am frühen Nachmittag war die Kundgebung beendet. vn/Paulitsch

Greenpeace fordert Verbot

In diesem Zusammenhang fordert die Umweltorganisation Greenpeace ein Verbot von klimaschädlichen Flügen mit Privatjets. Während des Weltwirtschaftsforums in Davos werde die Zahl von Kurzstreckenflügen mit Privatjets wieder stark steigen. Einer Studie der Beratungsfirma CE Delft im Auftrag von Greenpeace International zufolge sind in der Zeit der Jahrestagung 2022 von den sieben Flughäfen in der Nähe von Davos 1040 Privatjets gestartet oder dort gelandet. In normalen Wochen seien es dagegen durchschnittlich 540 Flüge. Etwa jeder zweite könne daher dem Treffen zugerechnet werden.

Insgesamt würden diese Privatjetflüge, die direkt dem Forum zuzuschreiben sind, 7400 Tonnen CO₂-Emissionen verursachen. Von den 2500 WEF-Teilnehmern im Jahr 2022 reisten mindestens zehn Prozent mit einem Privatjet an.

Weitere Privatjets am schweizerischen Flugplatz Dübendorf.  <span class="copyright">APA</span>
Weitere Privatjets am schweizerischen Flugplatz Dübendorf. APA

Zwei Minister vor Ort

Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF), das noch bis Freitag andauert, treffen sich rund 400 Vertreter von Regierungen und der Politik aus der ganzen Welt, 600 Firmenlenker sowie zahlreiche Prominente. Österreich ist durch Außenminister Alexander Schallenberg und Wirtschaftsminister Martin Kocher (beide ÖVP) vertreten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky bei seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum. <span class="copyright">afp</span>
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky bei seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum. afp

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