Von Südkorea zum Weltwirtschaftsforum: Zahlreiche Privatjets am Flughafen Friedrichshafen

Bodensee-Airport ist wieder Ziel zahlreicher Starts und Landungen.
Friedrichshafen Gäste aus aller Welt reisen jährlich zum World Economic Forum in Davos. Neben den Flughäfen Altenrhein und Zürich nutzen zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt auch den Bodensee-Airport Friedrichshafen als Start- und Landepunkt.

Nach aktuellem Planungsstand werden in dieser Woche mehr als 170 zusätzliche Flugbewegungen erwartet. Dabei kommen die Geschäftsreiseflugzeuge aus Dubai, Madrid, Baku oder auch Südkorea.

„Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder so viele internationale Gäste begrüßen dürfen. Dies zeigt uns, dass der Flughafen für Kunden aus der ganzen Welt von großer Bedeutung ist“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr.


Proteste in Altenrhein
Am Flughafen Altenrhein werden in dieser Woche rund 200 zusätzliche Flugbewegungen erwartet. Allerdings gab es Montag einen Protest von Klimaschützern. Mitglieder der Bewegungen „Debt for Climate“ und „Make Polluters Pay“ versammelten sich kurz nach 7.30 Uhr auf dem Vorplatz, um gegen das WEF zu protestieren.


Greenpeace fordert Verbot
In diesem Zusammenhang fordert die Umweltorganisation Greenpeace ein Verbot von klimaschädlichen Flügen mit Privatjets. Während des Weltwirtschaftsforums in Davos werde die Zahl von Kurzstreckenflügen mit Privatjets wieder stark steigen. Einer Studie der Beratungsfirma CE Delft im Auftrag von Greenpeace International zufolge sind in der Zeit der Jahrestagung 2022 von den sieben Flughäfen in der Nähe von Davos 1040 Privatjets gestartet oder dort gelandet. In normalen Wochen seien es dagegen durchschnittlich 540 Flüge. Etwa jeder zweite könne daher dem Treffen zugerechnet werden.
Insgesamt würden diese Privatjetflüge, die direkt dem Forum zuzuschreiben sind, 7400 Tonnen CO₂-Emissionen verursachen. Von den 2500 WEF-Teilnehmern im Jahr 2022 reisten mindestens zehn Prozent mit einem Privatjet an.

Zwei Minister vor Ort
Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF), das noch bis Freitag andauert, treffen sich rund 400 Vertreter von Regierungen und der Politik aus der ganzen Welt, 600 Firmenlenker sowie zahlreiche Prominente. Österreich ist durch Außenminister Alexander Schallenberg und Wirtschaftsminister Martin Kocher (beide ÖVP) vertreten.
