Italienischer Milliardenkonzern kauft in Lustenau zu

Markt / 10.01.2023 • 18:00 Uhr
Der Firmensitz in Lustenau. <span class="copyright">wpa</span>
Der Firmensitz in Lustenau. wpa

Alleineigentümer verkauft an Firmengruppe Coesia mit Sitz in Bologna. Firmensitz und Name bleiben erhalten.

Lustenau Einen neuen Alleineigentümer gibt es für den Lustenauer Digitaldruckspezialisten, dieser kommt aus Italien.

Die Amaco GmbH wurde vom Drucktechnikunternehmen HAPA AG in Volketswil im Schweizer Kanton Zürich übernommen.

HAPA wiederum ist ein Tochterunternehmen der international tätigen und milliardenschweren Firmengruppe Coesia mit Sitz in der italienischen Stadt Bologna. Der im Bereich Industrie- und Verpackungslösungen tätige Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 8000 Mitarbeiter und betreibt weltweit 86 Produktionswerke in 35 Staaten. Zur Gruppe gehören mehr als 20 verschiedene Unternehmen.

Italienischer Milliardenkonzern kauft in Lustenau zu
coesia hat den Sitz in Bologna, Italien. coesia

Name und Standort bleiben

Der bisherige AMACO-Alleineigentümer und Geschäftsführer Matthias Klaudrat bestätigt den vollständigen Verkauf an HAPA beziehungsweise Coesia. Der Name des Unternehmens sowie der Sitz in Lustenau sollen unverändert bestehen bleiben. Auch keine Veränderungen gebe es für die 14 Mitarbeiter. Klaudrat selbst werde nach dem ersten Halbjahr 2023 auch als Geschäftsführer bei AMACO ausscheiden und dann nur noch eine beratende Funktion ausüben.

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HAPA ist auf einen recht ähnlichen Bereich spezialisiert. hapa

Medizinproduktehersteller als Kunden

AMACO ist auf die Entwicklung und Herstellung von Digitaldruckmaschinen samt Zubehör, Wartung, Service und Software spezialisiert. Zu den Kunden gehören die Hersteller von sogenannten “medical devices”. Dazu zählen zum Beispiel medizinische Einwegprodukte wie Katheter. Mit den Lösungen von AMACO werden die Verpackungen dieser Medizinprodukte vom Hersteller digital beschriftet.

Wachstum vorantreiben

Klaudrat begründet den Verkauf damit, dass AMACO mit der Zugehörigkeit zu dieser weltweit tätigen Gruppe das internationale Wachstum massiv vorantreiben könne. Man erreiche damit einen völlig neuen Level in der internationalen Präsenz innerhalb dieser Branche. AMACO ist schon jetzt fast ausschließlich im Ausland tätig. Der Exportanteil liegt bei rund 98 Prozent. “Wir sind in dieser Nische der Marktführer in Europa”, so Klaudrat. Das andere Coesia-Tochterunternehmen HAPA konzentriere sich auf einen recht ähnlichen Bereich, allerdings für Kunden in der Pharmaindustrie. Dadurch würden sich HAPA und AMACO im Portfolio ideal ergänzen.

Matthias Klaudrat mit Gründer Josef Vonach. <span class="copyright">amaco</span>
Matthias Klaudrat mit Gründer Josef Vonach. amaco

Von Vonach gegründet

AMACO wurde 1982 von Josef Vonach gegründet. Im Jahr 2016 übernahm Matthias Klaudrat die Mehrheit der Firmenanteile, 2018 erfolgte die vollständige Übernahme. Vor seinem Einstieg bei AMACO war Klaudrat unter anderem in Führungsfunktionen beim Fruchtsafthersteller Rauch und beim Lichtkonzern Zumtobel tätig. Ebenfalls arbeitete er zuvor für den österreichischen Sanierer Erhard F. Grossnigg bei Kunert in Deutschland.

Aktuell zählt AMACO mehr als 1700 Kunden und Partner und über 2100 in Betrieb befindliche Anlagen in 97 Ländern weltweit. 

Josef Vonach gründete das Unternehmen. <span class="copyright">vn</span>
Josef Vonach gründete das Unternehmen. vn