Prüfgeräte statt Sportartikel

Markt / 15.12.2022 • 22:32 Uhr
Für Sportartikelhändler Head sind Grundstück und Lagergebäude zu klein geworden. FA
Für Sportartikelhändler Head sind Grundstück und Lagergebäude zu klein geworden. FA

Omicron ergreift die Chance und sichert sich 21.000-Quadratmeter-Nachbargrundstück.

Klaus Die letzten Tage erlebte der Klauser Bürgermeister Simon Morscher ein Wechselbad der Gefühl. Auf die Hiobsbotschaft, dass der Automotivzulieferer Carcoustics 100 der insgesamt 190 Mitarbeiter abbaut, folgt nun die Nachricht, dass das Unternehmen Omicron electronics ein Grundstück in Klaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Gebäuden erworben hat und damit weiter in die Zukunft seines Standorts investiert. Die Gesamtfläche von 21.000 Quadratmetern umfasst zwei Gebäude. Die offizielle Übernahme findet am 1. Juli 2023 statt.

Logistikzentrum in Oberösterreich

Konkret handelt es sich bei dem Grundstück um eine bislang vom Sportartikelhersteller Head, der sich aus Klaus zurückzieht, genutzte Immobilie. Zu dem Grundstück gehören eine 9.200 Quadratmeter große Lagerhalle sowie ein 2.800 Quadratmeter großes Hochregallager. Der Kennelbacher Sportartikelhersteller Head zieht nach St. Florian am Inn in Oberösterreich, derzeit wird ein neues Logistik-Zentrallager auf einem 40.000-Quadratmeter-Grundstück errichtet (die VN berichteten), große Teile des Sortiments werden bereits von dort ausgeliefert, das Wintersortiment wird noch aus Klaus ausgeliefert, bis spätestens Mitte des Jahres. „Wir haben lange in Vorarlberg ein Grundstück gesucht, doch in dieser Größe gab es keine Chance. Wir haben intensiv gesucht“, sagt dazu Head-Geschäftsführer Klaus Hotter. Investiert wurden und werden in St. Florian rund 20 Millionen Euro.

Der Kaufpreis für die Head-Immobilie in Klaus beträgt rund 22 Millionen Euro. „Grundstücke in dieser Größenordnung stehen in Vorarlberg selten zum Verkauf. Umso mehr freut es uns, dass wir uns hier nur einen Steinwurf entfernt von unseren bestehenden Gebäuden – dem Omicron Campus und dem Omicron Development Center – eine weitere Entwicklungsfläche sichern konnten“, sagt Stefan Kutzer vom Facility Management des Hightech-Unternehmens. Auch die Infrastruktur mit der nahen Verkehrsanbindung zur Autobahn A14 und der Nähe zum Bahnhof Klaus haben zur Kaufentscheidung beigetragen. „Mit diesem Grundstückserwerb schafft Omicron eine Basis für weitere hochwertige Arbeitsplätze für seine Mitarbeitenden – zudem ist eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz auch im Sinne der Nachhaltigkeit von großer Bedeutung“, ergänzt Facility-Manager Kutzer.

Omicron, der erfolgreiche und global tätige Hersteller und Entwickler innovativer Technologien für alle Bereiche elektrischer Energiesysteme,  plant eine stufenweise Entwicklung des Geländes. „Zunächst möchten wir die vorhandene Gebäudeinfrastruktur nutzen.

Den Großteil der Lagerflächen werden wir in den kommenden Jahren vermieten und uns intensiv mit der Planung von Neu- und Umbaumaßnahmen auseinandersetzen“, so Kutzer. Langfristig soll auf dem Areal ein Logistikzentrum entstehen und damit ändert sich grundsätzlich nichts am Verwendungszweck. VN-sca

Omicron-Facility-Manager Stefan Kutzer. Fa
Omicron-Facility-Manager Stefan Kutzer. Fa

Grundstück-Fakten

Gesamtgrundstücksfläche 21.000 m2

Lagerhalle (Shedhalle) 9200 m2

Hochregallager 2800 m2