Wie der Eisenbahnerstreik gewirkt hat

Markt / 14.12.2022 • 05:00 Uhr
Ein Streiktag zeigte die Macht der Eisenbahner bzw. ihrer Gewerkschafter: Bei der achten Verhandlungsrunde fanden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem Kompromiss. <span class="copyright">APA</span>
Ein Streiktag zeigte die Macht der Eisenbahner bzw. ihrer Gewerkschafter: Bei der achten Verhandlungsrunde fanden Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu einem Kompromiss. APA

Gewerkschaft und Arbeitgeber einigten sich auf Zwei-Jahres-KV.

Wien, Feldkirch Zahlreiche Zwischenstopps und Hindernisse – etwa ein 24 stündiger Streik – sorgten dafür, dass viele Zugpassagiere vor den Weihnachtsfeiertagen schon nach Alternativen suchten. Das ist jetzt nicht mehr nortwendig. In der achten Verhandlungsrunde haben sich die Gewerkschaft vida unter der Verhandlungsführung von ÖBB-Zentralbetriebsrat Gerhard Tauchner und die Verhandler der Arbeitgeberseite unter Thomas Scheiber, Geschäftsführer der Innsbrucker Verkehrsbetriebe, auf einen Kollektivvertrag (KV) für die rund 50.000 Beschäftigten geeinigt.

Die Weichen richtig gestellt: Vida-Vorarlberg und ÖGB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer. <span class="copyright">VN</span>
Die Weichen richtig gestellt: Vida-Vorarlberg und ÖGB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer. VN

Der Kollektivvertrag gilt für zwei Jahre und sieht mehrere Steigerungsstufen vor. Die Beschäftigten, die unterschiedlichen Dienstverträgen unterliegen, erhalten eine Erhöhung um acht Prozent bzw. um mindestens 480 Euro monatlich mehr. Dadurch steigen die Gehälter der Bahnbediensteten durchschnittlich um 8,9 Prozent, die unteren Gehälter um elf bis zwölf Prozent. Bei den Verhandlungen ging man von einer Inflationsrate in Höhe von 8,1 Prozent aus. Vorarlbergs vida-chef und ÖGB-Vorsitzender Reinhard Stemmer zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis dieses heuer besonders harten Verhandlungsmarathons. “Das ist ein Kompromiss, mit dem beiden Seiten leben können”, sagt er in einer ersten Stellungnahme gegenüber den VN. Er hebt aber auch hervor, dass sich die Arbeitgeberseite ohne den 24-Stunden-Streik nicht bewegt hätte.