Rote Stromwarnung in Deutschland: Vorarlberg half

Markt / 07.12.2022 • 22:17 Uhr
Der Betreiber TransnetBW schickte rote Warnung an Kunden.

Der Betreiber TransnetBW schickte rote Warnung an Kunden.

Bregenz, Stuttgart Weil in Baden-Württemberg am Mittwoch der Strom knapp zu werden drohte, mussten Energieanbieter Gegenmaßnahmen in Angriff nehmen. Auch der Vorarlberger Energieanbieter illwerke vkw war beteiligt. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW versicherte, dass am 7. Dezember die Versorgungssicherheit zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen sei. Black-Out-Gefahr habe nicht bestanden. Allerdings habe es zwischenzeitlich einen hohen Redispatch-Bedarf gegeben. Das in Stuttgart ansässige Unternehmen musste also kurzfristig von seinen Nachbarn zusätzlichen Strom beziehen, da im Südwesten Deutschlands selbst nicht genügend Energie produziert werden konnte.

Da man Strom aus der Schweiz angefordert habe, sei die Versorgung aber garantiert, erklärte TransnetBW-Sprecherin Annett Urbaczka. 700 Megawatt wurden kurzfristig geordert und auch Vorarlberg spielte eine Rolle, wie illwerke-vkw-Sprecher Andreas Neuhauser bestätigt. Während die Vorarlberger Energie vornehmlich aus Wasserkraft, bzw. Pumpspeicherkraftwerken stammt, sei davon auszugehen, dass die Schweizer Energie aus Kohlekraftwerken stamme.

Über die App „StromGedacht“ veröffentlicht TransnetBW Hinweise für Verbraucher Strom zu sparen. Am Mittwoch ab 14 Uhr zeigte die App „StromGedacht“ sogar einen roten Alarm: „Die Situation im Stromnetz ist angespannt. Reduziere jetzt deinen Stromverbrauch, um mitzuhelfen, das Stromnetz stabil zu halten.“ Jedoch teilte TransnetBW mit, dass die Ampelfarben nicht bedeuten würden, dass konkret Stromabschaltungen zu befürchten gewesen wären. Stromabschaltungen gewisser Gebiete bei Mangellagen seien mit dem vorliegenden Fall nicht zu vergleichen. Die Netzsituation hat ihre Ursache in „unzureichenden Transportkapazitäten im Stromübertragungsnetz“, so TransnetBW. VN-RIE

„Wir haben aus Vorarlberg von 5 bis 19 Uhr Energie nach Baden-Württemberg geliefert.“