Millionenkonkurs: Bregenzer Wohnbaufirma schlittert in die Pleite

Zuvor stand Unternehmen bereits unter Zwangsverwaltung.
Bregenz In der Vorarlberger Baubranche gibt es einen weiteren Konkurs. Diesmal betrifft es einen Bauträger, der schon zuvor in Turbulenzen geraten war.
Konkursverfahren eröffnet
So wurde am Landesgericht Feldkirch über die RSG Wohnbau GmbH, Arlbergstraße 70, Bregenz, das Konkursverfahren eröffnet.

Geschäftsführer ist Alexander Karlheinz Giesinger, die Gesellschafter sind die Bodensee Plus Invest GmbH, Alexander Giesinger selbst und die “forsite” IT Management Consulting und Entwicklung GmbH.
Zum Masseverwalter wurde der Dornbirner Rechtsanwalt Lukas Pfefferkorn bestellt.
Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung findet am 19. Jänner 2023 beim Landesgericht Feldkirch statt.
Schuldenhöhe
Laut Kreditschutzverband KSV1870 sind gegen den Schuldner etliche Exekutionen anhängig. Laut Schuldnerangaben, die noch nicht überprüft werden konnten, bestehen Verbindlichkeiten von über zwei Millionen Euro. Über die Möglichkeit einer Unternehmensfortführung entscheidet der Masseverwalter.
Der Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens erfolgte jedenfalls von dritter Seite.
Zuvor unter Zwangsverwaltung
Zuvor war beim Bregenzer Bauträger per Gericht ein Zwangsverwalter eingesetzt worden. Der Auslöser dieser Bestellung war in einem Rechtsstreit mit einem Handwerksbetrieb, dessen Rechnung die RSG Wohnbau GmbH noch nicht bezahlt hatte. Der Grund dafür wiederum war, dass diverse Wohnungskäufer angeblich einen Verspätungsschaden bei RSG Wohnbau geltend machen. Erst wenn diesbezüglich eine Einigung erzielt wird, wollte man mit den Handwerkern verhandeln.