Was das Briefeschreiben noch unattraktiver macht

Markt / 01.08.2022 • 18:30 Uhr
Die hohe Inflation, insbesondere hohe Treibstoffpreise, machen laut Post AG eine Erhöhung der Portokosten notwendig.  <span class="copyright">Reuters</span>
Die hohe Inflation, insbesondere hohe Treibstoffpreise, machen laut Post AG eine Erhöhung der Portokosten notwendig.  Reuters

Nach höheren Tarifen seit 1. Juli kündigt Post AG weitere Preiserhöhungen im Herbst und zu Jahresbeginn 2023 an.

Wien Wer pessimistisch ist, vermutet, dass die Post den Plan verfolgt, das Versenden von Briefen möglichst unattraktiv zu machen, weil andere Unternehmensbereiche mehr Zukunftsperspektiven haben. Doch die Österreichische Post AG, die zu knapp 53 Prozent im Besitz der Republik ist, beteuert: „Permanente Investitionen sind für uns auch in Krisenzeiten unumgänglich.

Nur so können wir eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und nachhaltige postalische Grundversorgung für Österreich sicherstellen.” Deshalb folgen jezt zwei weitere Preiserhöhungen, nachdem bereits am 1. Juli die Porti für mehrere Beförderungsangebote angehoben wurden.

Am 1. Oktober werden die Entgelte für „Prio“, Zusatzleistungen und „Brief international“ um bis zu 68 Prozent angehoben, am 1. 1. 2023 auch solche  für Rückscheinbriefe (RSa, RSb). Der Anbieter „Vorarlberg Mail“, von der Inflation ebenfalls betroffen, geht einen anderen Weg. Bernd Heregger, Leiter Logistik bei Vorarlberg Mail: „Wir stehen als regionaler Anbieter für Stabilität. So auch in der aktuellen Weltwirtschaftslage. Während die österreichische Post ihre Tarife für den Briefversand erhöht, setzen wir ein Zeichen und bieten Beförderungstarife unter jenen der Post AG.“