Vorarlberger Handschrift für das Seehotel

Markt / 25.03.2022 • 18:27 Uhr
Die Vorarlberger Eigentümer wollen im Seehotel am Kaiserstrand in Zukunft Vorarlberger Gastlichkeit anbieten. VN/Stiplovsek
Die Vorarlberger Eigentümer wollen im Seehotel am Kaiserstrand in Zukunft Vorarlberger Gastlichkeit anbieten. VN/Stiplovsek

Große Investitionen geplant. Keine Öffnung in diesem Sommer.

Lochau Für den Immobilienentwickler Roland Pircher ist es ein Deja-vu. Er hat die Nachnutzung des rund 20.000 Quadratmeter großen Areals mit der ehemaligen Kaserne Lochau im Zentrum in den 2000er Jahren umgesetzt und im Zuge dessen die Bestandsimmobilien revitalisiert. 2010 wurde das Seehotel am Kaiserstrand, das an deutsche Investoren verkauft wurde, eröffnet, im vergangenen November hat die Betreibergesellschaft Konkurs anmelden müssen. Seither steht der Hotelbetrieb still. Er wird definitiv auch während der heurigen Festspiel- und Sommersaison geschlossen bleiben, wie die neuen Eigentümer informieren.

Wunschkäufer gefunden

Das Interesse an Immobilie und Hotelbetrieb war in den vergangenen Monaten hoch. Die bisherigen Eigentümer, die Deutsche Fondsvermögen AG bzw. die AFV1 Liegenschaftsbesitz GmbH & Co KG in Graz, erhielten zahlreiche Angebote, berichtet der Vorarlberger Sprecher der AFV1 GmbH, Dieter Bitschnau.Entschieden hat man sich, wie die VN bereits am 11. März berichteten, für das Angebot des Vorarlberger Konsortiums rund um Pircher, hinter dem auch Immobilienentwickler Hermann Metzler (ZM3) sowie die Rankweiler Unternehmer Gerhard und Dietmar Rauch (Walser GmbH, GDR Admin) stehen. Für die Verkäufer, die bei der Sichtung der Angebote darauf Wert legten, dass die Käufer sowohl den Hotelbetrieb gewährleisten als auch die notwendigen Modernisierungs- und Instandhaltungsinvestitionen sicherstellen, die Wunschpartner.  „Die langfristigen Absichten und Konzepte der Vorarlberger Investorengesellschaft vereinen beides“, sagt Bitschnau.

Und die neuen Eigner nehmen sich dafür, so Gerhard Rauch im Gespräch mit den VN, die Zeit, die es brauche, um das Haus direkt am Bodensee auf neue Beine zu stellen. Aufgesperrt wird frühestens im Herbst, aber „heuer eher nicht mehr, wir fassen das nächste Jahr ins Auge“, so Rauch. Geplant ist ein hochwertiges Architekturkonzept für das Hotel-Update, auch Struktur und Konzepte für Hotel und Restaurant werden auf neuesten Stand gebracht. Man wolle nicht mit Teillösungen vorpreschen, sondern erst eröffnen, wenn es den hohen Anforderungen der Investoren entspricht.

Kein externer Betreiber

Das heißt auch, dass das Hotel nicht wie bisher von einer internationalen Hotelgesellschaft betrieben wird, sondern von den neuen Eigentümern selbst und mit dem Versprechen, Vorarlberger Gastlichkeit zu leben und mit der Gastronomie Einheimische und Ausflügler anzusprechen, so Pircher. Sie begeben sich dabei nicht blauäugig auf ein neues Geschäftsfeld, sondern haben Erfahrung mit anderen Hotelprojekten. VN-sca

 

„Unser Wunsch ist es, den Kaiserstrand zu einem Ort Vorarlberger Gastlichkeit zu machen.“