Letzter Aufruf für Christine Lagarde!

Markt / 04.03.2022 • 19:15 Uhr
Letzter Aufruf für Christine Lagarde!

Bregenz EZB-Präsidentin Lagarde zeichnete zuletzt ein Bild, in dem steigende Inflationsrisiken die ganze Leinwand ausfüllten. Dennoch entschied die EZB nichts zu unternehmen, um der wachsenden Gefahr einer anhaltend hohen Preissteigerung entgegenzutreten.

Inflation bleibt vorerst hoch! Mit Blick in den Warenkorb lässt sich feststellen, dass nun alle Segmente von starken Preissteigerungen betroffen sind. Allen voran der Energiesektor, aber auch der Dienstleistungssektor verzeichneten wiederholt starke Preissteigerungen. Mit insgesamt 5 Prozent Inflationsrate in Europa zum Vorjahr der höchste Wert seit fast 30 Jahren. Der Ukraine-Konflikt sorgt aktuell für einen nächsten starken Schub der Energiepreise. Es könnte sich abzeichnen, dass die Inflationsrate auf einem hohen Niveau verharren könnte. Zumindest stark oberhalb des EZB Ziels von 2 Prozent pro Jahr.

Weshalb warten? Gemäß EZB Politik, werden Entscheidungen auf Basis neuer Daten erfolgen. Das ist vernünftig. Nun gibt es neue Daten, die EZB bleibt jedoch weiterhin unkonkret. Das ist nicht vernünftig. Während andere Zentralbanken wie die amerikanische FED oder die Bank of England bereits restriktiver kommunizieren und agieren, wartet die EZB ab.

Der Kapitalmarkt muss vorbereitet werden! Die globale Zinswende hat längst begonnen. Umso wichtiger ist es, den Kapitalmarkt entsprechend vorzubereiten. Hierfür sollte die EZB einen entsprechenden Wortlaut finden. Überraschungen lösen im aktuell angespannten Marktumfeld sehr hohe Kursschocks aus, was durch eine entsprechende Rhetorik abgeschwächt werden könnte.

Marketingmitteilung (im Sinne des WAG 2018)

Letzter Aufruf für Christine Lagarde!

karl-heinz.strube@hypovbg.at,
Karl-Heinz Strube, CEFA, CIIA, Leiter Asset Management bei der Hypo Vorarlberg Bank AG