Zweiter Versuch: Vetter Pharma nimmt ehemaliges Rentschler-Werk in Betrieb

Markt / 01.02.2022 • 19:07 Uhr
Vorbereitende Arbeiten für die sterile Abfüllung eines Wirkstoffes in Vials bei Vetter am neuen Firmenstandort in Rankweil. FA
Vorbereitende Arbeiten für die sterile Abfüllung eines Wirkstoffes in Vials bei Vetter am neuen Firmenstandort in Rankweil. FA

Klinische Fertigungsstätte des Pharmadienstleisters erhält Betriebsbewilligung.

Rankweil, Ravensburg In Rankweil kann man das Kapitel Rentschler endgültig abhaken. Der Ravensburger Pharmadienstleister Vetter hat die Fertigung übernommen, nachdem die ebenfalls baden-württembergische Firma Rentschler das Werk, in dem man Qualitätsprobleme nicht in den Griff bekam, mit 28 Millionen Euro in die Insolvenz führte. 2020 hat Vetter Gebäude und Produktion übernommen. Nun wird die Produktion in Rankweil nach einer umfassenden Inspektion durch die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) offiziell in Betrieb genommen, wie das Unternehmen mitteilt.

„Mit der vorliegenden Betriebsbewilligung für unsere erste Produktionsstätte in Österreich starten wir nun in ein neues Kapitel unserer Firmengeschichte, und senden damit gleichzeitig ein starkes Signal in herausfordernden Zeiten“, freut sich Beiratsvorsitzender Udo J. Vetter. Von Rankweil aus unterstützt das Unternehmen ab sofort internationale Pharma- und Biotechunternehmen bei der Entwicklung neuer Arzneimittel, die sich auf dem Weg zur Zulassung befinden.

Über die letzten Monate wurden rund 40 neue Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Die Mitarbeiter habe man umfangreich geschult und eingearbeitet. Das international tätige Ravensburger Unternehmen reagiere mit dem zusätzlichen Produktionsstandort auf die weltweit steigende Nachfrage der Kunden nach Unterstützung in der Entwicklungsphase neuer Medikamente. Mit dem Standort baut der Pharmadienstleister seine Kapazitäten in diesem Bereich weiter aus.