„Messen werden eine Renaissance erleben“

Markt / 21.12.2021 • 20:44 Uhr
Die 73. Herbstmesse konnte heuer mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden. VN
Die 73. Herbstmesse konnte heuer mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden. VN

Sabine Tichy-Treimel nach turbulenten Coronajahren zuversichtlich.

Dornbirn Nach knapp zwei Jahren Coronapandemie, von der die Messe- und Veranstaltungsbranche besonders hart betroffen war, wird auch das kommende Jahr 2022 für die Messe Dornbirn erneut anspruchsvoll. Allerdings hat Geschäftsführerin Sabine Tichy-Treimel auch Hoffnung: „In den Stärken unserer Formate und unserer Region sehen wir die Chancen für das kommende Messejahr. Messen schaffen, was Internetauftritte, Prospekte und Inserate nicht leisten können – sie sprechen alle Sinne an, schaffen Raum für Begegnungen und Zeit für den persönlichen Austausch.“ Die Herausforderung werde es dabei sein, mit den wachsenden Ansprüchen und den sich stetig ändernden Rahmenbedingungen Schritt zu halten.

55.000 Besucher

Das heurige Jahr 2021 war vieles, aber kein normales Messejahr. So fand die Baumesse com:bau zum ersten Mal digital statt. Expertenwissen rund um die Themen Finanzieren, Bauen und Sanieren konnten sich Interessierte über den Bildschirm zuhause holen. Andere Formate mussten coronabedingt abgesagt werden. Im Herbst fand dann die Herbstmesse statt. Auch Veranstaltungen wie die Digitalkonferenz Interactive West oder die Ausbildungsmesse „i“ konnten durchgeführt werden. Insgesamt wurden im Herbst rund 55.000 Besucher im Messequartier gezählt.

Tichy-Treimel ist sich sicher, dass Messen als Plattform und gesellschaftliche Treffpunkte eine Renaissance erleben werden. „Die digitale Welt ist ein gutes Mittel zum Zweck, kann aber den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Das Messegeschäft lebt vom Austausch zwischen Ausstellern und Besuchern, von der persönlichen Beratung, dem Erlebnis“, sagt die Messe-Geschäftsführerin.

Für das kommende Jahr ist einiges in Planung. Die Frühjahrsmesse Schau! im April, die com:bau Ende April, die Kunstmesse Art Bodensee nach zwei Jahren Pause Ende Juni oder die Herbstmesse im September beziehungsweise die Gustav ebenfalls nach zwei Jahren Pause im Oktober.

Sicher durchführbar

Mit Ende des Jahres 2021 wird Sabine Tichy-Treimel den Vorsitz der Messen Austria Vereinigung abgeben. Diese Funktion hatte sie über die vergangenen drei Jahre inne. Ihr Resümee: „Vor allem haben wir für die Messebranche in Österreich einheitliche Regelungen und Maßnahmen erwirkt, die Messen sicher durchführbar machten.“ VN-reh

„2022 wird wieder ein herausforderndes Jahr für uns und die gesamte Branche.“