So viele Millionen an Coronahilfen fließen nach Vorarlberg

Markt / 11.12.2021 • 08:00 Uhr
Ein Löwenanteil der ausbezhalten Hilfen geht an Gastronomie und Hotellerie. <span class="copyright">APA</span>
Ein Löwenanteil der ausbezhalten Hilfen geht an Gastronomie und Hotellerie. APA

Über 30.000 Anträge wurden bislang über COFAG genehmigt oder ausbezahlt.

Wien In Vorarlberg konnten von den Produkten, die von der COFAG, der Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes, abgewickelt werden, bis Dezember 2021 über 30.000 Anträge mit einem Volumen von mehr als 450 Millionen Euro ausbezahlt oder genehmigt werden.

Zusätzlich sind knapp 180 Millionen Euro an Garantien genehmigt worden.

Am breitesten gewirkt hat der Ausfallsbonus, wovon in Vorarlberg mehr als 170 Millionen Euro genehmigt und ausbezahlt wurden. Ein Löwenanteil, knapp 50 Prozent, der ausbezahlten Hilfen geht an Hotellerie und Gastronomie, 15 Prozent der Summe an den Handel.

Unterschiedlich lange Bearbeitungsdauer

Im Schnitt werde in Vorarlberg ein Antrag auf den Ausfallsbonus in neun Tagen und auf den Fixkostenzuschuss binnen zwei Wochen abgewickelt, heißt es vom Finanzministerium. Deutlich länger dauert es beim Verlustersatz. Hier beträgt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer 65 Tage.

Die COFAG ist die Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes. <span class="copyright">APA</span><p class="caption">
Die COFAG ist die Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes. APA

Man wolle, wo es notwendig ist, unbürokratisch und schnell helfen, sagt Finanzminister Magnus Brunner. „Die Tatsache, dass wir in Österreich entgegen vieler Prognosen in den vergangenen zwei Jahren keine Insolvenzwelle hatten, ist nicht zuletzt auf die umfangreichen Wirtschaftshilfen zurückzuführen.“ Jedenfalls werde man besonders betroffenen Unternehmen weiter unter die Arme greifen.

“Wird genau geprüft”

„Es wird seitens der COFAG sehr genau geprüft, alles muss über einen Steuerberater laufen, und dauert so auch seine Zeit“, spricht Messe Dornbirn-Geschäftsfüherin Sabine Tichy-Treimel über ihre Erfahrungen. „Aber ohne die wirtschaftlichen Hilfen wäre es für Branchen wie die Messe- und Veranstaltungsbranche, die als erstes von der Pandemie betroffen war, und wahrscheinlich die Letzten sein werden, die rauskommen, nicht möglich.“

Sabine Tichy-Treimel, Geschäftsführerin der Messe Dornbirn. <span class="copyright">Messe/M.hagen</span>
Sabine Tichy-Treimel, Geschäftsführerin der Messe Dornbirn. Messe/M.hagen

“Muss man überleben”

Für Hotelier Gregor Hoch sind die Coronamaßnahmen “fair, gut und wichtig”. Aber: “Leider dauert es beispielsweise im Bereich der Fixkostenzuschüsse ewig, bis man eine Unterstützung bekommt. Das muss man als Unternehmer wirtschaftlich überleben”, sagt der Betreiber der Sonnenburg in Oberlech. Dem Land stellt er indes ein gutes Zeugnis aus: “Die Coronahilfe des Landes und der Umsatzersatz wurden schnell abgewickelt, das war wirklich gut und für uns alle sehr hilfreich.”

Hotelier Gregor Hoch vom Oberlecher Hotel Sonnenburg. <span class="copyright">VN</span>
Hotelier Gregor Hoch vom Oberlecher Hotel Sonnenburg. VN