Ungenügender Schutz vor der Inflation
Laut Studie setzen Österreicher weiter auf Anlageklassiker.
DORNBIRN Während die Inflation auch hierzulande weiter steigt, wollen lediglich zwei von fünf Österreich ihr Geld vor ebendieser schützen. Laut einer repräsentativen Integral-Studie der Vorarlberger Sparkassen, im Auftrag der Erste Bank, setzt man in Österreich trotz steigender Inflationsrate und anhaltendem Niedrigzinsumfeld weiter auf die bewährten Anlageklassiker: Wertpapiere verzeichnen den größten Zugewinn und steigen von 28 auf 35 Prozentpunkte im Beliebtheitsranking. Die Pensionsvorsorge bleibt als Anlageform im 12-Monats-Trend stabil auf 27 Prozent, Gold und Immobilien verlieren leicht auf je 17 Prozent. Die durchschnittliche Veranlagungshöhe geht allerdings von rund 5.800 Euro auf 4.900 Euro zurück, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Ein Fünftel der Befragten plant in den nächsten zwölf Monaten keinerlei Geldanlagen.
„Die Inflation, die in Österreich mit 3,7 Prozent auf ihren höchsten Wert seit 13 Jahren gestiegen ist, reduziert nicht nur die Kaufkraft eines angesparten Vermögens, sondern auch die Altersvorsorge. Durch die Nullzins-Politik der EZB und die steigenden Preise, verlieren wir hierzulande Milliarden am Sparbuch. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Thema Finanzen und Vorsorge intensiv auseinanderzusetzen. Das ist eine wertvolle Investition in die Zukunft“, äußert sich Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Gerade in der Altersgruppe 50+ sinkt die Anzahl derer, die der Geldentwertung entgegenwirken wollen, weiter auf 31 Prozent, während in der Gruppe der 30-49-Jährigen bereits 44 Prozent und in der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren sogar 55 Prozent den Schutz ihres Geldes priorisieren.
Jeder Dritte plant im nächsten Jahr eine größere Anschaffung wie beispielsweise einen Haus- oder Autokauf. Davon wollen 21 Prozent ihre geplanten Investitionen mittels Bankkredit oder Bauspardarlehen finanzieren. Die durchschnittliche Kredithöhe hat im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um vier Prozent von 103.500 Euro auf 99.500 Euro abgenommen.
„Die Auseinandersetzung mit dem Thema Finanzen und Vorsorge ist eine Investition in die Zukunft.“