“Wir bekommen nicht einmal einen Termin”

Markt / 10.11.2021 • 19:37 Uhr
Fahrermangel In Vorarlberg fehlen 500 Lkw-Lenker sagt Verkehrssprecher Michael Zimmermann.

Fahrermangel In Vorarlberg fehlen 500 Lkw-Lenker sagt Verkehrssprecher Michael Zimmermann.

WKV-Verkehrssprecher mit heftiger Kritik an Ministerin Gewessler.

Schwarzach Der Obmann der Sparte Verkehr in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Michael Zimmermann, übt im Gespräch mit Pascal Pletsch bei Vorarlberg Live am Mittwochabend, heftige Kritik am Verkehrsministerium: „Wir bekommen als Branche nicht einmal einen Termin. Alles, was mit dem Thema Lkw zu tun hat, wird blockiert“. Das erleichtere die Arbeit in der Branche nicht, auch das Image von Lkw-Fahrern leide unter dieser Politik, so Zimmermann, der deshalb auch Schaden für die Branche als Arbeitgeber sieht. „In Österreich gibt es bei den Lkw-Fahrern 8000 offene Stellen, in Vorarlberg fehlen 500 Lenker.“

Die Lage sei nicht so prekär wie in Großbritannien, doch man müsse jetzt gegensteuern, wenn man nicht ebensolche Versorgungsproblem bekommen wolle. Die Lkw-Fahrer haben zwar, so Zimmermann, auch in der Coronazeit „das Rad am Laufen gehalten“. Doch die Dankbarkeit sei endenwollend sagt er mit Blick auf das Umwelt- und Verkehrsministerium. Die Branche selbst habe bei den KV-Verhandlungen ein Zeichen gesetzt und wird die Löhne um 4,96 Prozent erhöhen. Auch neue Arbeitszeitmodelle seien im Gespräch, an einer Verbesserung der Lage seien die Sozialpartner gemeinsam interessiert.

Schließlich kritisiert er auch den Kurs des „grünen Ressorts“ bei der Infrastruktur, konkret bei der S18: „Ein Wahnsinn, was der Koalitionspartner hier aufführt. Eine Entlastung der Bevölkerung ist dringend notwendig“, argumentiert Zimmermann.

„Es ist ein Wahnsinn, was das Umwelt- und Verkehrsministerium bei der S 18 aufführt. Zum Glück bleibt LR Tittler hartnäckig.“