Smarte Beleuchtung für Smart Cities

“Siderea” macht Außenbeleuchtungen intelligent. Davon profitieren sowohl Kommunen als auch die Bevölkerung.
Dornbirn Das Portfolio von Tridonic, dem weltweit führenden Anbieter von intelligenten Lichtlösungen, wurde um eine smarte Straßenbeleuchtung erweitert: Mit „Siderea – Intelligente Straßenbeleuchtung für Smart Cities“ werden Kosten und Energie gespart, die Sicherheit in Städten erhöht und somit das Wohlbefinden der Bürger*innen gesteigert. Dafür wurde das Projekt mit dem Innovationspreis 2021 des Landes Vorarlberg und der Wirtschaftskammer Vorarlberg ausgezeichnet und ist auch für den bundesweiten Innovationspreis nominiert, der in wenigen Tagen verliehen wird. Für Hugo Rohner, der mit Mai 2020 als CEO die Geschäftsführung des Lichttechnologieunternehmens übernommen hatte, war die Prämierung ein wichtiger Moment: „Das Projekt war technologisch überaus anspruchsvoll. Dies ist die Bestätigung dafür, auf dem richtigen Weg zu sein.“
Intelligente Sensorik
Durch die Integration von Sensoren passt sich die Außenbeleuchtung optimal an die jeweilige Verkehrssituation an. Beispielsweise kann so die Beleuchtungsstärke automatisch an den aktuellen Bedarf adaptiert oder die Beleuchtung wenig frequentierter Fahrradwege reguliert werden. „Damit wird die Sicherheit auf den Straßen gesteigert und gleichzeitig der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlicher Straßenbeleuchtung um 86 Prozent gesenkt“, erläutert Rohner. „Viele Leuchten brennen die ganze Nacht. Mit unserer intelligenten Lichtsteuerungsfunktion wird nur ein Bruchteil des Stroms im Vergleich zu herkömmlichen Leuchten verbraucht.“ Auch die Wartung wird deutlich effizienter: Durch die Vernetzung der Straßenbeleuchtung erhalten Kommunen Echtzeit-Informationen über den Stromverbrauch und die Stromersparnis. Eine integrierte Schnittstelle hilft dabei, Daten aus dem gesamten System zusammenzutragen und übersichtlich darzustellen. So lassen sich Fehler genau lokalisieren und schneller beheben. Dadurch können auch die Wartungskosten um bis zu 50 Prozent gesenkt werden.
„Früher hat Straßenbeleuchtung nur den Autofahrenden gedient. Heute müssen deutlich mehr Anforderungen gemeistert werden: Straßenbeleuchtung soll Kriminalität reduzieren, Kosten und Energie sparen, Vögel nicht beim Brüten stören, keine Insekten anlocken und den Nachthimmel nicht mit Licht verschmutzen. Mit Siderea können wir all diese Anforderungen abdecken“, erläutert Markus Wagenseil, Outdoor Segment Manager bei Tridonic und Projektleiter von Siderea , die Vorteile. Die Integration erfolgt über eine standardisierte Schnittstelle. Sensoren können einfach hinzugefügt oder aktualisiert werden, auch bestehende Leuchten können über diese Schnittstelle aufgerüstet werden. Neben dem eigenen Parkplatz im Dornbirner Rhomberg Areal ist Siderea bereits in Dänemark und Spanien im Einsatz, bald werden auch Installationen in Italien in Betrieb genommen. Weitere Projekte sind geplant. „Wir hoffen natürlich, dass auch Vorarlberger Kommunen folgen.“
Investition in die Zukunft
Siderea ist nur eines von vielen Beispielen für die intensive Innovationstätigkeit des zur Zumtobel Gruppe gehörenden Technologieunternehmens. Aktuell forscht und entwickelt Tridonic in verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise an nachhaltigen Lichtkomponenten, Lösungen zur optimalen Abbildung von Tageslicht in Innenräumen oder der Verkleinerung von Leuchten, was vor allem für den Innen- und Designbereich immer wichtiger wird.
Hugo Rohner erklärt: „Innovation ist die Basis dafür, dass ein Unternehmen im Technologiebereich langfristig existieren kann. Aus diesem Grund sind wir konstant am Forschen, Ausprobieren und Innovieren, um am Puls der Zeit und am Puls der Möglichkeiten zu bleiben. In Lichtlösungen liegt unsere Expertise. Diesen Wettbewerbsvorsprung wollen wir durch intelligente Lichtsteuerungssysteme langfristig sichern und ausbauen.“