70.000 Portionen Essen gerettet

150 Betriebe in Vorarlberg retten Essen per App.
Schwarzach Mehr als die Hälfte der organischen Abfälle im Vorarlberger Müll sind laut Restmüllanalyse vermeidbare Lebensmittelabfälle. Das ist nicht nur schade ums Geld – nach Schätzungen des WWF wandern zwischen 250 und 800 Euro jährlich in die Tonne – das ist auch ein Umweltproblem: Denn von der Produktion der Lebensmittel bis zum Konsum ist es ein langer, ressourcenintensiver Weg. Dem treten viele Cafés, Restaurants, Supermärkte und Produzenten in Vorarlberg entgegen: Seit Juni 2020 ist Too Good To Go und die gleichnamige App in Vorarlberg verfügbar.
Seit dem Start haben sich 150 Betriebe in 36 verschiedenen Orten angeschlossen. Zu den unter den Nutzerinnen und Nutzern beliebtesten Betrieben zählen unter anderem das WoW-Restaurant in Bregenz, die Stadtmetzgerei Meat-
house in Feldkirch, das Café und Konditorei Fenkart in Bludenz oder der Bioladen Bio Bin Ich in Dornbirn. Auch Produzenten wie Emmi Österreich oder zahlreiche Händler wie Spar, Denns BioMarkt oder Metro gehören laut Too Good To Go zu den Favoriten in Vorarlberg. Sie geben einwandfreie, aber nicht verkaufte Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Weine, warme Mittagsmenüs oder regionale Spezialitäten in das Too Good To Go-Überraschungssackerl. So konnten in den eineinhalb Jahren nach Vorarlberg-Start schon rund 70.000 Portionen vor der Verschwendung gerettet werden, berichtet Too Good To Go.