Ein Glas Sekt gegen den Corona-Frust
Schlumberger mit Entwicklung im laufenden Jahr zufrieden.
Wien Die vergangene Woche feierten die österreichischen Sekthersteller nicht nur einen Tag des Sekts, sondern eine ganze Woche. Und Grund zum Feiern gibt es. Denn die Qualität des heimischen Schaumweines wird zunehmend besser. Bei Verkostungen kann der österreichische Sekt durchaus mit berühmten Mitbewerbern mithalten. Daran hat das Tradtionssekthaus Schlumberger maßgeblichen Anteil. Denn sowohl die Sektwoche als auch die Qualitätssteigerung wurde federführend von dem Sekthaus mitinitiiert, wie Benedikt Zacherl, Vorstandsvorsitzender der Schlumberger AG, nicht ohne Stolz vermerkt. „Die Qualitätspyramide hat viel weitergebracht.“
Waffengleichheit
Ins Jahr 2021 sei man durchaus gut hineingesteuert, berichtet er. Das gelte für den Sektmarkt insgesamt, in dem Österreich nun auch wieder chancengleich mit anderen Schaumweinen ist. Denn die Sektsteuer wurde abgeschafft. „Nun herrscht wieder Waffengleichheit.“ Die Steuer hat vor allem heimischen Produkten geschadet, Konkurrenten im Sektregal wie der Prosecco waren davon nicht betroffen und konnten deutlich günstiger verkauft werden. Schlumberger ist heuer, sieht man von den Ausfällen in der Gastronomie ab, die alle betroffen haben – bei den Konsumenten gut angekommen. „Im ersten Halbjahr 2021 liegen wir gesamt gesehen bereits wieder 17 Prozent über dem Umsatz der vergleichbaren Vorjahresperiode. Das Exportgeschäft entwickelt sich sogar noch positiver mit einem Plus von 32 Prozent. 2020 betrug der Umsatz 84 Millionen Euro.
„Wir sind stärker als der Markt gewachsen“, so Zacherl, und zwar mit allen Produkten des Hauses, sei es Goldeck, Hochriegl oder Schlumberger. „Die Menschen machten es sich zuhause schöner, und dazu gehörte oft ein Glas Sekt“, berichtet er über die Stimmungslage der Österreicher. Im Jahr 2020 war das Umsatzminus allerdings beträchtlich. Um 15 Prozent ging der Umsatz zurück, man habe dennoch eine schwarze Null geschrieben. „Zu Beginn der Pandemie haben uns drei Monate Kurzarbeit gehofen. Wir konnten dadurch auch alle 130 Arbeitsplätze halten“, sagt der Sektmanager.
In Vorarlberg beliebt
Die Vorarlberger greifen gerne zu Schlumberger-Sekt. Und dafür macht das Sekthaus, das auch als Händler hochqualitativer Getränke tätig ist, auch einiges. Das sei zum einen der Qualität des Sortiments zu danken, aber auch dem Marktbetreuer Markus Walch, der sehr eng mit der Gastronomie zusammenarbeite. Schließlich pflege man seit vielen Jahren auch eine Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen. Jetzt baut Zacherl stark auf Weihnachten, Silvester und die kommende Ballsaison. VN-sca
„Nach der Abschaffung der Schaumweinsteuer herrscht wieder Waffengleichheit“.