Wieso in einer Vorarlberger Schule nur noch in Englisch unterrichtet werden soll

Markt / 18.10.2021 • 18:10 Uhr
Wieso in einer Vorarlberger Schule nur noch in Englisch unterrichtet werden soll
Präsentierten Studienergebnisse zu internationaler Schule (v.l.): WKV-Dir. Christoph Jenny, IBW-GF Thomas Mayr, IV-Präs. Martin Ohneberg.  WKV

Wirtschaftsverbände: Bedarf für weiterreichendes Schulangebot.

Feldkirch, Lustenau Eine internationale Schule ist für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg ein Muss. Das sagte bereits zu Beginn der 2000er- Jahre der damalige IV-Präsident Fritz Zumtobel. 2002 nahm dann die International School Rheintal ihren Betrieb auf. Am Montag gab es ein Deja-vu. „Eine internationale Schule für Vorarlberg ist eine Grundvoraussetzung für die weitere Entwicklung des Standortes Vorarlberg”, so der aktuelle IV-Präsident Martin Ohneberg.  Unterstützt wurde er in seiner Forderung von Wirtschaftskammer-Direktor Christoph Jenny und dem Geschäftsführer des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (IBW), Thomas Mayr, der die Zahlen zur Untermauerung des „Anspruchs auf diese innovative Bildungseinrichtung“ liefert.

Die neuerliche Forderung nach einer internationalen Schule ist dem Umstand geschuldet, dass die International School Rheintal nicht in Vorarlberg, sondern in Buchs ihren Standort hat. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass Buchs für Vorarlberger Eltern nicht attraktiv ist“, so Jenny. Gewichtiger dürfte aber sein, dass die Schüler zwar auch in der Schweiz ihren internationalen Abschluss, daneben aber nicht die österreichische Matura, sondern die Schweizer Reifeprüfung machen können.

Die Argumente für die Schule leuchten ein. Es brauche eine Schule für die Kinder ausländischer Spitzenkräfte, aber auch für Vorarlberger Kinder, welchen dadurch Karrierewege eröffnet werden. „Damit Vorarlberg für Fachkräfte und ihre Familien aus dem Ausland als Arbeitsstandort überhaupt infrage kommt, braucht es nicht nur bilinguale Angebote an Schulen, sondern eine echte internationale Schule“, betont Ohneberg. 

Basierend auf der Umfrage des IBW wollen die Wirtschaftsorganisationen nun in den nächsten zwei Jahren Nägel mit Köpfen machen, zuerst wird aber mit Land und Bildungsdirektion die Realisierung des Angebots, das im Endausbau Kindergarten, Volksschule und AHS umfassen soll, evaluiert. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zur Realiserung, es ist nicht zu spät, aber auch nicht zu früh.”

Internationale Schule

97 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass der Bedarf nach einer internationalen Schule zunimmt.

 

600 Schüler sieht das ibw für ein solches internationales Schulangebot im Land als Potenzial.

 

19 intenationale Schulen gibt es in Österreich. Nur in Vorarlberg und im Burgenland gibt es kein solches Angebot.