Huppenkothen digitalisiert den Bagger

M.Frühmann/Huppenkothen
Elektronische Assistenzsysteme sollen Produktivität steigern.
Lauterach Huppenkothen Baumaschinen will mit digitalen Extras für deutliche Produktivitätssteigerungen am Bau sorgen. Nach rund eineinhalb Jahren Entwicklungszeit und ausgiebiger Testung im eigenen Mietpark bringt Huppenkothen mit “HUPPView” das nächste elektronische Assistenzsystem für Bagger der Mini- und Kompaktklasse auf den Markt.
Durch die Visualisierung und individuelle Konfiguration der Baggerlöffelposition können Baggerfahrer viel Zeit einsparen. Dafür sorgen zahlreiche Sensoren, die maßgeschneiderte Software und eine einfache Bedienung via Touchscreen. Als Partner für Maschine, Service und Assistenzsystem bietet Huppenkothen alles aus einer Hand. „Unser Modulsystem schafft erstmals auch bei kleineren Baumaschinen eine günstige Einstiegsmöglichkeit in die Digitalisierung“, erklärt Huppenkothen-Geschäftsführer Martin Hofer.

Das Display bildet die exakte Höhenposition der Löffelschneide in Relation zum individuell definierbaren Referenzpunkt ab – und das in Echtzeit. Der Baggerfahrer kann via Touchscreen Soll-Höhen und -Tiefen festlegen, die ebenfalls visualisiert werden. Dasselbe gilt für Soll-Winkel, wenn Gefälle oder Steigungen hergestellt werden müssen. Durch die unkomplizierte Handhabung gelingen plane Flächen oder Böschung ohne Mehraufwand. Auch Senkrechtbewegungen, wie sie etwa für Erdbohrer benötigt werden, sind leicht realisierbar. Die Konfigurationen unterschiedlicher Baggeranbaugeräte lassen sich speichern.
Höhere Qualität
„HUPPView optimiert Abläufe, reduziert Arbeitsschritte und Standzeiten, spart Mehraushub und erhöht die Genauigkeit. Durch die Automatisierung entfallen manuelle Messungen, Höhenkontrollen und der Aufbau von Schnurgerüsten auf der Baustelle“, erklärt Philipp Hammerer, Ansprechpartner für Sonderlösungen und Neuentwicklungen bei Huppenkothen. „Digitale Assistenzsysteme binden weniger Kapazitäten, schaffen so Freiräume und erhöhen zugleich die Qualität auf der Baustelle“, ist er überzeugt.