Gemeinsam gegen die Pandemie

Markt / 14.10.2021 • 18:50 Uhr
Nach mehrjähriger klinischer Tätigkeit wechselte Michael Böhler in die Biotechindustrie und ist seit 2020 Vice President Global Commercial und General Manager bei Biontech.
Nach mehrjähriger klinischer Tätigkeit wechselte Michael Böhler in die Biotechindustrie und ist seit 2020 Vice President Global Commercial und General Manager bei Biontech.

Biontech-Vice President Michael Böhler referiert beim 38. Vorarlberger Wirtschaftsforum.

SCHWARZACH Mit dem ersten zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus sorgte Biontech weltweit für Schlagzeilen. Im Rahmen des Forschungsprojekts „Lightspeed“ entwickelte das Mainzer Biotechnologieunternehmen in Rekordzeit das mRNA-Vakzin „COMIRNATY“ und stieg somit zu einer der wertvollsten Firmen ihrer Branche auf. Nebst der eigentlichen Entwicklung spielte auch die globale Markteinführung des Impfstoffs eine entscheidende Rolle im Durchbruch. Die erfolgreiche Realisation des Mammutprojekts erfolgte unter der Leitung des gebürtigen Vorarlbergers Michael Böhler, Vice President Global Commercial und General Manager des Pharmaunternehmens.

Praxis in Medizin und Wirtschaft

Böhler promovierte 1997 an der Medizinischen Universität in Innsbruck, wo er auch die Approbation als Allgemein- und Notarzt erlangte. Nach seiner mehrjährigen klinischen Tätigkeit in Innsbruck und Dornbirn widmete er sich einem weiterführenden „Master of Business Administration“ in Rotterdam und den USA, um später eine berufliche Laufbahn in der Pharma- und Biotechindustrie anzutreten.

Bevor er 2019 zu Biontech wechselte, arbeitete Michael Böhler 13 Jahre lang bei anderen branchenführenden Unternehmen wie Novartis, Amgen und Takeda Pharmaceuticals. In dieser Zeit war er in leitenden Geschäftspositionen für eine Reihe von nationalen und internationalen Produkteinführungen verantwortlich, vor allem in den Bereichen der Onkologie und Hämatologie.

Als Co-Gründer rief er 2018 das Berliner Start-Up „N1“ ins Leben, welches durch die Kombination von neuen Technologien und innovativen Forschungsmethoden die digitale Entwicklung von Arzneimitteln ermöglicht. Ein Jahr darauf begann er bei Biontech zu arbeiten und ist dort seit 2020 für die weltweite Kommerzialisierung sämtlicher Produkte und für die Geschicke des Deutschland- und Türkeigeschäfts zuständig. Des Weiteren war Michael Böhler entscheidend beim Aufbau der kommerziellen Organisation und Strukturen bei Biontech involviert, um den Corona-Impfstoff schnellstmöglich auf den Markt zu bringen und die Pandemie einzudämmen.

Unglaubliche Erfolgsgeschichte

Den meisten Menschen dürfte Biontech vor noch zwei Jahren ebenso fremd gewesen sein wie die heute gängigen 3G-Regeln und Maskenpflichten, das Unternehmen besaß im Jahr 2014 noch nicht mal eine eigene Website. Nun wurden bereits über eine Milliarde Impfdosen im Kampf gegen das Virus verabreicht. „Bis Ende 2021 dürften es drei Milliarden sein, was den Impfstoff zum am weitesten verbreiteten Medikament aller Zeiten machen würde“, äußert sich das Gründerpaar des Mainzer Unternehmens, Ugur Sahin und Özlem Türcei, in seinem eigens geschriebenen Buch „Projekt Lightspeed“. Anfang 2020 habe das Unternehmen Verluste von einer halben Milliarde Euro gehabt – jetzt rechnet es allein für dieses Jahr mit Gewinnen in Höhe von 16 Milliarden aus Verträgen über Impfstoffe.

Die beiden Forscher verschrieben sich 2008 mit der Gründung von Biontech dem Kampf gegen eine der am schwersten zu bekämpfenden Krankheiten überhaupt: Krebs. „Unser Ziel ist es, zukunftsweisende Therapien gegen Krebs und andere schwere Erkrankungen zu entwickeln. Während wir daran arbeiten, den Nutzen unseres Behandlungsansatzes klinisch zu belegen, bauen wir kontinuierlich unsere Kooperationen, unser Team und unsere eigenen Produktionsmöglichkeiten aus, um Patienten auf der ganzen Welt individualisierte Behandlungen anbieten zu können.“

Zu den modernen Therapien gehört auch die mRNA-Technologie, die bei der hauseigenen COVID-19- Impfung zur Anwendung kommt. Bei ihrer beispiellosen Entwicklung gelang es Biontech, den Prozess vom Labor bis hin zur globalen Verbreitung auf elf Monate zu verkürzen, indem sie die bis zur Zulassung nötigen Schritte nicht nacheinander, sondern soweit möglich parallel angingen. Der Impfstoff ist dabei das erste mRNA-Medikament, welches zur allgemeinen Anwendung freigegeben wurde. Zugleich bereitete sich das Unternehmen von Beginn an darauf vor, zum Impfstoffhersteller zu werden. Dabei war sich das Gründerpaar stets im Klaren, dass das Scheitern des Impfprojekts das Aus für die Unternehmung bedeuten könnte. Wie sich aber im Nachhinein herausstellen sollte, ist Biontech mit dem wirksamen „COMIRNATY“ der große Coup gelungen.

Zusammen in die Zukunft

Am 11. November wird Michael Böhler die junge Erfolgsgeschichte am 38. Vorarlberger Wirtschaftsforum aufgreifen und sich mit der aktuellen Lage der globalen Pandemie befassen. Um das Coronavirus endgültig zu bewältigen, setzt Böhler auf Solidarität und Kooperation: „Die Realität gestalten. Das Unmögliche möglich machen. Das geht nur gemeinsam.“ VN-MRK

Gemeinsam gegen die Pandemie

38. Vorarlberger Wirtschaftsforum

„Mut & Innovation: Stark ins neue Zeitalter“

Wann Donnerstag, 11. 11. 2021

Wo Festspielhaus Bregenz

Preis 345 Euro zuz. USt.

Firmenbonus Bei einer gemeinsamen Anmeldung ab fünf Personen 290 Euro zuz. Ust. pro Person. Es kann nur ein Rabatt pro Firma in Anspruch genommen werden.
Anmeldung wirtschaftsforum.vn.at

Information Russmedia, Tel.: +43 (5572) 501-630, simone.koenig@russmedia.com