Ein Auto mit grünem, flüssigem Strom im Tank

Markt / 24.09.2021 • 22:05 Uhr
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek mit Frank Wolf (Obrist) und Prof. Robert Schlögl (Max-Planck-Institut).BMBF
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek mit Frank Wolf (Obrist) und Prof. Robert Schlögl (Max-Planck-Institut).BMBF

Obrist arbeitet an Methanol-Auto-Forschungsprojekt.

Berlin Das deutsche Bundesministerium für Forschung und Bildung hat es sich mit dem Projekt „Carbon2Chem“ zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen in der Stahlindustrie zu reduzieren. Dabei werden die CO2-haltigen Hüttengase des Stahlwerks mit der Hilfe von Grünem Wasserstoff in Basischemikalien und synthetische Kraftstoffe umgewandelt.

Nun geht es darum, das Hauptprodukt von „Carbon2Chem“, nämlich Methanol, zu verwerten. Deshalb soll in einem weiterführenden Projekt ein Methanol-Auto entwickelt werden. „Das Fahren mit Methanol ist eine interessante Brücke, da das Fahrzeug als Kraftstoff Methanol aus zuvor recyceltem CO2 nutzt“, so Bundesministerin Anja Karliczek. Und hier kommt Obrist mit seinem HyperHybrid ins Spiel, konkret die deutsche Gesellschaft Obrist DE GmbH. Sie wird ihren Verbrennungsmotor auf den Betrieb für Methanol und Methanol-basierte Treibstoffe hin weiterentwickeln. Das Auto wird mit einem seriellen Hybridantrieb ausgestattet. Der Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, dieser wiederum stellt elektrische Energie für den Fahrmotor bereit.

Mit dem Methanol-Auto sollen die Vorteile des Elektroantriebes und des einfach zugänglichen Kraftstoffes Methanol kombiniert werden. Diese Technologie ist für Frank Wolf, CEO der Obrist Group, „eine wesentliche Innovation für eine global einsetzbare, leistbare und emissionsneutrale E-Mobilität. Eben ein Auto mit grünem, flüssigem Strom im Tank.“

21.000 Euro pro Auto

Das Auto-Projekt wird mit knapp zehn Millionen Euro gefördert. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres fertig sein. Inklusive Feinabstimmung liegt der Horizont für die Vorserie im Frühjahr. Das Ziel sei Leistbarkeit. Das Fahrzeug soll einen Neupreis bei Massenproduktion von 21.000 Euro haben. VN-reh

„Eine Innovation für eine global einsetzbare, leistbare und emissionsneutrale E-Mobilität.“