Breite Front für 3G-Regel im Job

Markt / 22.09.2021 • 18:41 Uhr
Strengere Regeln am Arbeitsplatz sollen Menschen schützen und Lockdowns in Unternehmen verhindern. APA
Strengere Regeln am Arbeitsplatz sollen Menschen schützen und Lockdowns in Unternehmen verhindern. APA

Österreichweit Konsens zu 3G-Regel am Arbeitsplatz: Zustimmung auch im Land.

Feldkirch, Wien Beim Nachbarn Italien ist ab 15. Oktober der Grüne Pass Pflicht am Arbeitsplatz. Und das bei einer Durchimpfung von über 75 Prozent bei der Bevölkerung bei über zwölfjährigen. Wer sich nicht daran hält, muss mit massiven Strafen und Suspendierung von der Arbeit rechnen. In Österreich ist weder die Durchimpfung auf einem derart hohen Niveau, noch gibt es ein so rigoroses Regelwerk wie bei den Italienern. Aber die Diskussion, ob am Arbeitsplatz bald die 3G-Regel greifen soll, nimmt Fahrt auf. Diskutiert wird eigentlich nicht – schon am Mittwoch signalisierten die Sozialpartner Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Zustimmung für eine solche Regelung. Auch die Industriellenvereinigung ist dafür. Gesundheits- und Sozialministerium freuten sich über die Unterstützung, man sei offen für derartige Schritte, hieß es auf Medienanfragen.

Schutz der Menschen im Fokus

Dazu stellt der Vorarlberger Arbeiterkammer-Präsident Hubert Hämmerle klar: „Es wird nicht auf Sozialpartnerebene über die Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz verhandelt. Unsere Experten wurden von den zuständigen Regierungsstellen zu entsprechenden Gesprächen eingeladen.“ Entscheiden müsse das schon die Regierung, „diese Verantwortung lassen wir uns nicht zuschieben“. An der grundsätzlichen Zustimmung zu der Maßnahme ändert das aber nichts, „für uns ist der Schutz der Menschen am Arbeitsplatz ganz wichtig“, so AK-Chef Hämmerle auf VN-Anfrage. Das betont auch Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler, der allerdings auf die Praxistauglichkeit jeglicher Maßnahmen pocht. „Es sollte nicht passieren, dass es für die Firmen kompliziert wird“. In Vorarlberg gebe es überhaupt viele Unternehmen, die bereits jetzt, die Regel sehr gut umsetzen, an der sich die Regierung orientieren könne.

Uneingeschränkt für die Einführung der 3G-Regel in Betrieben ist auch Wirtschaftskammer-Vizepräsident Eduard Fischer, Obmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender im Land. „Wir stehen dem positiv gegenüber und wollen einen Lockdown in der Wirtschaft auf jeden Fall verhindern“, sagt er klar. VN-sca

Für uns ist es ganz klar: 3G-Regel am Arbeitsplatz machen Sinn und wir stehen dem postiv gegenüber. Es darf auf keinen Fall zuLockdowns in unseren Unternehmen kommen. Eduard Fischer, Vize-Präsident WKV, Obmann RFW

Für uns ist es ganz klar: 3G-Regel am Arbeitsplatz machen Sinn und wir stehen dem postiv gegenüber. Es darf auf keinen Fall zuLockdowns in unseren Unternehmen kommen. Eduard Fischer, Vize-Präsident WKV, Obmann RFW

Ob die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt wird, entscheidet die Regierung, unsere Experten sind bei den Gesprächen dabei. Klar ist, dass für uns der Schutz für die Arbeitnehmer ganz vorne steht. Hubert Hämmerle, Präsident AK Vbg.

Ob die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt wird, entscheidet die Regierung, unsere Experten sind bei den Gesprächen dabei. Klar ist, dass für uns der Schutz für die Arbeitnehmer ganz vorne steht. Hubert Hämmerle, Präsident AK Vbg.

Wie solche Regeln ausschauen könnten, erörtert die Regierung auch mit unseren Experten, wir sind für eine 3G-Regel, aber für uns ist wichtig, dass diese auch umsetzbar und praxistauglich ist. Hans Peter Metzler, Präsident WKV

Wie solche Regeln ausschauen könnten, erörtert die Regierung auch mit unseren Experten, wir sind für eine 3G-Regel, aber für uns ist wichtig, dass diese auch umsetzbar und praxistauglich ist. Hans Peter Metzler, Präsident WKV