Neuordnung am Vorarlberger Kfz-Markt

Autohandelsunternehmen Porsche Inter Auto will sich zurückziehen.
Nüziders, Salzburg 53 Autohäuser in ganz Österreich zählen zum Reich des Autohändlers Porsche Inter Auto. Die Autohandelskette ist damit Österreichs größter Autohändler, nicht nur was die Zahl der Standorte, sondern auch was die Verkaufszahlen betrifft. VW und die weiteren Konzernmarken führen seit vielen Jahren unangefochten die Zulassungszahlen in Österreich an.
Mitarbeiter wurden informiert
Bislang ist Porsche Inter Auto mit drei Standorten in Vorarlberg vertreten: Porsche Dornbirn, Porsche Bregenz (früher: Autohaus Strolz) und Strolz Hard. Das soll sich noch heuer ändern. Am Mittwoch wurden die Mitarbeiter der drei Autohäuser informiert, dass das Autohaus Rudi Lins GmbH plant, die drei bisherigen Standorte in Vorarlberg im Laufe des Jahres zu übernehmen. „Die Gespräch mit Porsche Inter Auto sind bereits weit fortgeschritten“, bestätigt Autohändler Rudi Lins jun im Gespräch mit den VN. Und auch Porsche Austria-Sprecher Hermann Prax bestätigt auf Anfrage, dass es sehr konstruktive Gespräche gebe, die nun konkretisiert werden. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, so der Konzernsprecher.
Umbruch am Markt
Schon jetzt ist die Firma Rudi Lins einer der größten Autohändler des Landes mit dem Stammhaus in Nüziders, einem Standort in Schruns und dem eindrucksvollen neuen Porschezentrum in Rankweil. Die Firma Rudi Lins beschäftigt derzeit rund 90 Mitarbeiter und wird mit der Übernahme 100 Mitarbeiter in Dornbirn, Bregenz und Hard übernehmen. Damit wird Lins der größte Autohändler im Land sein. Zum Vergleich: Mercedes-Händler Auto Schneider beschäftigt laut eigenen Angaben 166 Mitarbeiter, das Autohaus Gerster 150 Mitarbeiter.

Lins bietet bisher die Konzernmarken Volkswagen, Audi, Seat, Cupra und als Landeshändler auch Porsche an. Mit der Übernahme wird auch Skoda nun von Lins vertreten, informiert der Autohändler. Damit würde Lins auch Landeshändler des Volkswagen-Konzerns. Die Konzentration im Händlernetz zeigt sich nicht nur bei den Volkswagenmarken, sondern bei praktisch allen Marken, die damit auf die Veränderungen am Markt reagieren und sich für die Zukunft im nicht einfacher werdenden Geschäft mit Kfz rüsten.
