Wie eine FFP2-Maske aufs Briefkuvert kommt

Lustenauer Stickerei Hämmerle & Vogel produziert textile FFP2-Masken-Briefmarke.
Wien, Lustenau Die Corona-Pandemie hat bei der Österreichischen Post nicht nur Kurzarbeit und Schutzmaßnahmen für Kunden wie Mitarbeiter ausgelöst, sondern regt auch das Produktmanagement, im speziellen die Abteilung für Briefmarken, offenbar zu kreativen Meisterleistungen an. Im vergangenen Jahr wurde bereits eine weltweit beachtete Briefmarke aus Toilettenpapier auf den Markt gebracht, nun folgt der nächste Streich. Am Dienstagnachmittag wurde in der Kaiserlichen Wagenburg in Schloss Schönbrunn eine Briefmarke in Form einer FFP2-Maske vorgestellt. Produziert wird das auf 150.000 Stück limitierte textile Postwertzeichen von der Lustenauer Stickerei Hämmerle & Vogel.
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Bei Sammlern heiß begehrt
Die Lustenauer Stickerei, die sonst vor allem für weltbekannte Pariser Modehäuser fertigt, hat sich als Briefmarkensticker in einer Nische etabliert, in der es so gut wie keine Konkurrenz gibt. Gestickt wurden bereits philatelistische Miniaturmeisterwerke für den Vatikan, das Fürstentum Liechtenstein und natürlich Österreich, die bei Sammlern heiß begehrt sind. Die neue Marke, die ab 16. September in den Postämtern und Poststellen des Landes erhältlich ist, bekommt unversehens neue Aktualität. Die neuen Verordnungen für das Tragen der FFP2-Masken wird diese wieder verstärkt ins Bild der Öffentlichkeit rücken. Zur Erinnerung: FFP2-Masken („Filtering Face Piece“) sind partikelfiltrierende Halbmasken mit einer höheren Schutzwirkung als Stoff- oder OP-Masken. Das Tragen einer solchen Maske hat zudem einen positiven Nebeneffekt: Grippe- und Schnupfenviren haben damit ebenfalls keine Chance.

Der originelle Markenblock soll, so die Verantwortlichen der Österreichischen Post bei der Premiere in Schönbrunn, mit Augenzwinkern daran erinnern, wie einfach man mit einer Maske zum Schutz vor Ansteckung beitragen könne. Hämmerle & Vogel fertigte die Marken aus in Europa erzeugtem Originalmaterial für die Maskenerzeugung: Zwei Schichten Vlies wurden in Form einer FFP2-Maske bestickt und anschließend mit Lasertechnologie ausgeschnitten, die losen Schlaufen wurden ebenfalls gestickt und in einem komplexen Verfahren daran angebracht. Durch die Stickerei werden die charakteristischen Details der Maske wie die Faltung und der Nasenbügel besonders hervorgehoben.
Der Präsentation der Briefmarke wohnten unter anderem Post-Generaldirektor Georg Pölzl und die aus Vorarlberg stammende Generaldirektorin des KHM-Museumsverbandes, Sabine Haag, bei. Briefmarkendesigner David Gruber hat neben der Textilbriefmarke in der Größe 60 x 41 Millimeter auch den bei Briefmarkensammlern begehrten Stempel entworfen, der am Ersttag im Sonderpostamt Wagenburg zum Einsatz kommt.
Sondermarke FFP2-Maske
Nennwert 2,75 Euro
Ausgabetag 16. 9. 2021
Blockgröße 60,00 x 41,00 mm
Grafikentwurf David Gruber
Produktion Hämmerle & Vogel
Technik Superposé Laser Stickerei
Auflage 150.000 Stück
Entwurf Stempel David Gruber
Stempelgröße 40 x 40 mm