“Gründung und Familienplanung darf heute kein Entweder-oder mehr sein”
Junge Wirtschaft Vorarlberg fordert Ausbau der Kinderbetreuungsplätze.
Feldkirch Damit Jungunternehmertum und Familie vereinbar sind, fordert die Junge Wirtschaft Vorarlberg (JWV) den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Denn noch immer gebe es nicht genug Angebot. Wer sich in Vorarlberg nicht früh genug um einen Betreuungsplatz für den Sprössling kümmere, für den könne es eng werden mit dem Wiedereinstieg.
Nicht genug
In den vergangenen Jahren sei bereits viel getan worden, aber für eine so fortschrittliche Region wie Vorarlberg bei Weitem noch nicht genug. „Eine Unternehmensgründung und Familienplanung darf heute kein Entweder-oder mehr sein. Dafür braucht es eine zeitgemäße und flächendeckende Kinderbetreuung“, erklärt Maximilian Lehner, Vorstandsmitglied der Jungen Wirtschaft Vorarlberg.
Sommer schwierig
Gerade auch im Sommer stünden Eltern oft vor einem großen Betreuungsproblem. Immerhin gelte es zwei Monate Ferienzeit irgendwie zu überbrücken. „Ohne die Unterstützung von Eltern und Schwiegereltern wäre es für viele schlichtweg nicht möglich, eine Ferienbetreuung zu organisieren. Doch es kann nicht sein, dass Eltern ohne ein familiäres Netzwerk durch das Raster fallen und mit dem Problem alleingelassen werden“, betont Lehner.
Wichtig für Fachkräfte
„Wir Jungen brauchen mehr hochwertige und leistbare Kinderbetreuung sowie eine Erweiterung der Öffnungszeiten. Das muss vorangetrieben werden“, sagt auch Junge Wirtschaft-Vorsitzende Verena Eugster. Das sei nicht nur für die Jungunternehmer essentiell, sondern auch für die Mitarbeiter. „Vorarlberg als Vorzeigeregion könnte damit bei der Personalsuche und der Ansprache von Fachkräften punkten.“ Zudem wäre dies auch ganz im Sinne der Marke Vorarlberg und dem damit verbundenen Ziel, Vorarlberg bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen.
„Gerade auch im Sommer stehen Eltern oft vor einem großen Betreuungsproblem.“