“Ein neues Dorfbild”

Markt / 18.08.2021 • 22:14 Uhr
Unternehmerin Dietrich baut nachhaltig.

Unternehmerin Dietrich baut nachhaltig.

Wolfurter Unternehmerin baut in Schröcken Hotelresort und Chaletwohnungen.

Schröcken Während in Schröcken Nesslegg gerade „The Heimat“ hochgezogen wird, herrscht im zentralen Ortsteil Heimboden derzeit noch Ruhe – und das – obwohl schon mehrere Jahre ein Konzept für die touristische Nutzung des Areals um das Hotel Mohnenfluh vorliegt (die VN berichteten). Eine frühere Projektgruppe hat der Gemeinde im Jahre 2017 auf diesem Areal ein Projekt mit 200 Hotelzimmern, 66 Chalets, 20 Apartments und 16 Villen präsentiert, aus dem wegen ungeklärten Besitzverhältnissen nichts geworden ist.

„Schröcken Heimboden, der Weiler mit dem größten Verdichtungspotenzial, wird ein neues Dorfbild erhalten und damit auch die Chance, sich als Gemeinde im Reigen Lech-Warth-Schröcken-Bregenzerwald zu positionieren“, wurde bereits im Juli 2010 in Vorbereitung für das REK festgehalten, erweitert mit der Ergänzung, dass der Heimboden eine wichtige zentrale Funktion für die gesamte Gemeinde als Dorfzentrum im Bereich Tourismus (Beherbergung, Gastronomie) besitze.

Heimatverbundenheit

Diese Vision soll nun umgesetzt werden. Im Jahre 2019/2020 hat sich die Wolfurter Unternehmerin und Gesellschafterin des Fruchtsaftherstellers Pfanner, Marie-Luise Dietrich, entschieden, die gesamte Fläche zu erwerben und in die Dorfentwicklung zu investieren. „Die Heimatverbundenheit und die Liebe zu den Bergen ist meine Motivation“ so Dietrich im Gespräch mit den VN, „an diesem besonderen Ort eine touristische Nutzung zu realisieren, die auch die Vorarlberger Holzbaukunst berücksichtigen wird.“ Sie setzt dabei auf den Bregenzerwälder Architekten Johannes Kaufmann, der eine behutsame, aber doch einzigartige Architektur realisieren soll. In Abstimmung mit Gemeinde und Raumplanung werde der Entwurf schon in nächster Zeit präsentiert.

Entstehen wird ein Familien-Hotel-Resort mit Ausblick in die Berglandschaft und u. a. einem 25 Meter langen Panoramabad, das auch Höhentrainings für Sportler ermöglicht. Gastronomisch sollten sich die Schröcknerinnen und Schröckner genauso wohl fühlen wie der Urlaubsgast, berichtet die Unternehmerin über ihre Pläne. Dies werde mit einem geplanten Ganzjahresbetrieb in der 4-Sterne-plus-Kategorie mit allen notwendigen Infrastrukturen und Tiefgarage ermöglicht. Darüber hinaus werden im oberen Bereich des Areals Chalet-Wohnungen in unterschiedlichen Gebäuden geplant, die sich als „Rückzugsort“ eignen.

Mit einer Anzahl von rund 400 Betten auf über 23.000 Quadratmetern Grundfläche spiegle sich die Großzügigkeit des Resorts wider. Die Unternehmerin setzt beim Bau auf Vorarlberger Handwerker, auch die Finanzierung erfolge mit Vorarlberger Banken, informiert sie im Gespräch mit den VN. Wie hoch die Kosten sein werden, könne noch nicht beziffert werden. VN-sca

Ansicht des früheren Hotels Mohnenfluh.

Ansicht des früheren Hotels Mohnenfluh.

Auf diesem Gelände soll das neue Resort in Schröcken Heimboden entstehen. VN/Stp
Auf diesem Gelände soll das neue Resort in Schröcken Heimboden entstehen. VN/Stp

Schröcken Heimboden

Projektbetreiber Heimboden V Immobilienentwicklung GmbH (Marie-Luise Dietrich)

Architektur Johannes Kaufmann

Fläche Areal 23.000 Quadratmeter

Geplante Betten 400 (notwendig für die Zentrumsentwicklung und den möglichen Bau der Dorfbahn)

Gebäude Hotel, Restaurant, Chalets

Grundstücksicherung 11 Millionen Euro