4744 offene Stellen im Land

Markt / 02.08.2021 • 22:27 Uhr
4744 offene Stellen im Land

Arbeitsmarkt: Mehr offene Arbeitsstellen und Lehrstellen als im Jahr 2019.

Bregenz 9797 Personen waren zum Stichtag 31. Juli 2021 beim Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) arbeitslos vorgemerkt. Dies entsprach einem Rückgang von 3311 Personen oder 25,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Anzahl vorgemerkter Arbeitsloser um 223 Personen oder 2,2 Prozent. Erfreulich, doch im Vergleich zum 6. Juli 2021 konnte kein Rückgang mehr verzeichnet werden – ganz im Gegenteil.

Schwankungen

Allerdings ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Dienstag vor drei Wochen wieder um 56 Personen angestiegen, damals meldete das AMS 9741 Personen ohne Arbeit. AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter führt die Diskrepanz im Wochenvergleich allerdings auf übliche Schwankungen bei so kurzen Zeitspannen zurück. Sorgen mache ihm das bislang nicht. Auch deshalb nicht, weil es in Vorarlberg derzeit mehr offene Stellen gibt als im Vorkrisenjahr 2019. „Die kräftige wirtschaftliche Erholung führt auch zu einer hohen Personalnachfrage der Unternehmen. Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen liegt mit 4744 um 362 über dem Vorkrisenniveau von Ende Juli 2019“, informiert er. Um den Vergleich mit dem 6. Juli nochmals zu bemühen: Damals gab es 4560 offene Stellen in Vorarlberg, also 184 weniger als jetzt angeboten werden. Theoretisch gäbe es also für jede zweite Person, die derzeit arbeitslos ist, einen Job. Aktuell haben zudem 986 Personen eine Einstellzusage. Dies entspricht 10,1 Prozent aller vorgemerkten Arbeitslosen. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Anzahl der Personen mit Einstellzusage um 239. Die Zahl der Schulungsteilnehmenden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 35 auf 1754 Personen.

Genügend Lehrstellen

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Lehrstellenmarkt deutlich erholt. Die Zahl der lehrstellensuchenden Mädchen und Burschen liegt sogar um 86 Personen  oder 29,8 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019, zeigt sich Bereuter hoch erfreut über diese Entwicklung. „Es gibt nach wie vor Lehrstellen für alle, die jetzt noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind“, so der AMS-Chef. Die Zahl der offenen Lehrstellen ist indes um 89 auf 349 angestiegen (plus 34 Prozent), während sich die Zahl der Lehrstellensuchenden mehr als halbiert hat – von 454 auf 203.

Zurückgegangen ist auch wieder die Zahl der Langzeitarbeitslosen, allerdings bleibt sie mit aktuell 3010 Personen auf hohem Niveau. An die Firmen appelliert er, die vom AMS österreichweit durchgeführte Aktion „Sprungbrett“ zu nutzen, für die das AMS über mehrere Monate zwei Drittel der Lohn- und Lohnnebenkosten übernimmt. Man soll dabei nicht auf die Länge der Arbeitslosigkeit schauen, sondern auf die beruflichen Fähigkeiten des Arbeitssuchenden, rät er.

„Jetzt bewerben“

Die Situation für Arbeitssuchende sei derzeit gut wie lange nicht. „Die kräftige wirtschaftliche Erholung führt zu einer hohen Personalnachfrage der Unternehmen“, informiert Bereuter und rät:  „Für Arbeitsuchende gilt es, die gute Arbeitsmarktsituation zu nutzen und sich intensiv zu bewerben.“

Zufrieden zeigt sich auch Wirtschaftslandesrat Marco Tittler über die aktuellen Vorarlberger Arbeitsmarktzahlen. „Die wirtschaftliche Erholung hält erfreulicherweise an, aber es ist noch Luft nach oben“, kommentiert der Landesrat die Situation. VN-sca

„Für Arbeitsuchende gilt: Die gute Situation nutzen und sich intensiv bewerben.“