Chipmangel führt bei Tridonic zu Kurzarbeit

Markt / 26.07.2021 • 21:32 Uhr
Teile der Dornbirner Tridonic-Belegschaft mussten im Mai und Juni für zwei Monate in Kurzarbeit gehen. tridonic
Teile der Dornbirner Tridonic-Belegschaft mussten im Mai und Juni für zwei Monate in Kurzarbeit gehen. tridonic

Im Mai und Juni waren in Dornbirn rund 170 Mitarbeiter betroffen.

Dornbirn Die internationalen Engpässe und Knappheiten bei der Versorgung der Industrie mit Elektronikkomponenten und Halbleiter-Mikrochips haben auch unmittelbare Auswirkungen auf so manche Unternehmen in Vorarlberg.

So bestätigt der zum Dornbirner Lichtkonzern Zumtobel Group gehörende Komponentenhersteller Tridonic, dass “die außergewöhnliche Knappheit” zu notwendigen Anpassungen der Fertigungskapazitäten am Standort Dornbirn (Rhomberg’s Fabrik) geführt habe. 

Zwei Monate Kurzarbeit

Konkret sei Tridonic für eine effiziente Fortführung der Produktion deshalb gezwungen gewesen, im Mai und Juni 2021 für Teile der Belegschaft das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen. Davon betroffen gewesen seien rund 170 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im gesamten Bereich Operations am Standort Dornbirn.

Aktuell fahre man den Vorarlberger Standort mit verkleinerten Schichten im Zwei-Schicht-Betrieb. Das sei allerdings in den Sommermonaten an sich üblich, betont Maresa Hoffmann, Leiterin Communications & Public Affairs, bei der Zumtobel Group.

Insgesamt beschäftigt Tridonic am Standort Dornbirn mehr als 460 Mitarbeiter.

Die Lieferengpässe spüre man insbesondere bei Mikrochips, weshalb die hohe Nachfrage nach Tridonic-Produkten teilweise nicht vollständig bedient werden könne. Betroffen seien hauptsächlich hochwertige LED-Treiber, die am Standort in Dornbirn gefertigt werden.

Keine Alternative

Dabei handle es sich um intelligente elektronische Geräte, die für den Betrieb von LED-Beleuchtung und für das Lichtmanagement benötigt werden. Ihr Design lasse derzeit weder eine schnelle Substitution durch Bauteile anderer Hersteller noch den Einsatz von alternativen Mikrochips zu. Nicht betroffen seien LED-Module, also LED-Lichtquellen. “In den drei Tridonic-Werken abseits von Dornbirn gibt es keine Lieferengpässe”, erklärt Hoffmann.

Umsatzplus erwartet

Aber unabhängig von der aktuellen Rohstoffsituation erwarte die Zumtobel Group für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 auch weiterhin eine Steigerung des Gruppenumsatzes zwischen vier und sieben Prozent.