Mehr als nur “Betten füllen”

Markt / 02.07.2021 • 18:33 Uhr
Das Strategietreffen fand im Montforthaus statt.
Das Strategietreffen fand im Montforthaus statt.

Tourismusbranche arbeitet an neuer Zukunftsstrategie für die kommenden Jahre.

Feldkirch Die Vorarlberger Tourismusbranche erarbeitet gerade die Tourismusstrategie 2030. Dieses Zukunftsbild stand im Mittelpunkt einer groß angelegten Beteiligungs- und Vernetzungsveranstaltung im Montforthaus Feldkirch, bei der rund 60 Personen aus allen sechs Tourismusdestinationen und Talschaften des Landes zusammentrafen.

In Workshops setzten sie sich mit den Besucherströmen in Vorarlberg und den sich daraus ergebenden Gestaltungspotenzialen auseinander. Input dazu lieferte die Keynote von Professor Pietro Beritelli von der Universität St. Gallen.

Auf Werte aufbauen

„Wir haben jetzt die Chance, etwas zu verändern und den Tourismus neu zu denken. Die Zeit ist reif, gemeinsam Dinge anzustoßen und die Schienen in eine gute Zukunft zu legen“, erklärt Gastgeber und Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele. Die Werte Regionalität, Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft hätten ihre Wirkung gezeigt, darauf gelte es nun aufbauen.

Tourismuslandesrat Christian Gantner sieht den Tourismus in Vorarlberg als Energiequelle und Drehscheibe für eine nachhaltige Lebensraumentwicklung in den Talschaften und Regionen. „In meinem touristischen Zukunftsbild ist der Tourismus mehr als Betten füllen und gutes Essen kochen. Der Tourismus ist nicht Selbstzweck. Er ist Impulsgeber für die ganze Region und Geburtshelfer echter und ehrlicher Kooperationen. Unsere Destinationen werden sich in Zukunft immer mehr in Richtung Lebensraummanager entwickeln.“

Bis zum Landtagsbeschluss

Die Ergebnisse werden nun in neun Handlungsfeldern im Rahmen weiterer Workshops verdichtet. Details werden bis zum Herbst 2021 definiert und erste Umsetzungsschritte im Jänner 2022 vorgestellt, die dann in einen Landtagsbeschluss münden sollen.

Christian Schützinger, Stefan Hagen, Christian Gantner, Markus Kegele und Prof. Pietro Beritelli. Marc Walser
Christian Schützinger, Stefan Hagen, Christian Gantner, Markus Kegele und Prof. Pietro Beritelli. Marc Walser