Wie sich Unternehmen gegen Spionage wappnen

Markt / 30.06.2021 • 19:01 Uhr
Fred Maro berichtet darüber, wie Firmen ausspioniert werden. VN
Fred Maro berichtet darüber, wie Firmen ausspioniert werden. VN

Industriespionage-Experte Fred Maro bei Vorarlberg live.

Schwarzach Jedes dritte bis vierte Unternehmen in Europa ist ein- oder mehrmals pro Jahr Angriffen durch professionelle Industriespionage ausgesetzt, und das unabhängig von der Unternehmensgröße und meist ohne es zu bemerken. Etwa 80 Prozent dieser gezielten Attacken laufen nicht sofort über die IT, sondern zuerst
über scheinbar harmlose zwischenmenschliche Kommunikation mit nichts Böses ahnenden Mitarbeitenden. „Social Engineering“ nennt man diese kriminelle Methode, berichtet Fred Maro, CEO von FM-nospy, einem Unternehmen, das sich mit der Prävention und der Bekämpfung dieser verbrecherischen Machenschaften einen Namen gemacht hat, bei Vorarlberg live.

Das Internet spielt dennoch schon im Vorfeld eine Rolle. Potenzielle Opfer, die man aushorchen kann, findet man auf den verschiedenen Social Media-Kanälen und erfährt dabei viel Privates. „Es ist ein Fehler, wenn man viel private Informationen hineinpostet“, so der Social Engineering-Experte, das schaffe Anknüpfpunkte, die später von den Angreifern, oft sind es Personen, die aus dem Geheimdienstmilieu stammen, ausgenutzt werden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind gefährdet. Über sie wollen die Cybergauner dann an große Firmen herankommen. Was dann wieder über E-Mails funktionieren kann, die von den Opfern nicht als Gefahr erkannt werden.