Strolz-Sanierung geht in die nächste Runde

Neuerliche Abstimmung zu Sanierungsverfahren.
Lech Über den Sanierungsplan des Modehauses Strolz muss noch einmal abgestimmt werden. Am 11. März 2021 hatte die Mehrheit der Gläubiger dem angebotenen Sanierungsplan des Unternehmens zugestimmt. Aufgrund einer umstrittenen Rechtsfrage zur Bewertung der Stimmrechte wurde nun vom Oberlandesgericht Innsbruck das ursprünglich positive Abstimmungsergebnis aufgehoben.
Gegen diese Entscheidung wurde jedoch der ordentliche Revisionsrekurs – eine Überprüfung der Entscheidung durch den Obersten Gerichtshof – zugelassen. „Wir nehmen dieses Ergebnis zur Kenntnis und arbeiten bereits auf Hochtouren an den notwendigen nächsten Schritten, um das Sanierungsverfahren im Sinne der Mehrheit der Gläubiger positiv abzuschließen. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich einen Termin für eine neuerliche Abstimmung durch die Gläubiger zu erhalten und uns entsprechend darauf vorzubereiten“, berichtet Geschäftsführerin Olivia Strolz. Bereits im Vorfeld der ersten Abstimmung habe sie viele konstruktive Gespräche mit den Geschäftspartnern geführt. „Wir hoffen, dass wir in einer neuerlichen Abstimmungsrunde darauf aufbauen können.“
Umsatzeinbruch
Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung wurde im Dezember am Landesgericht Feldkirch eingeleitet. Grund war vor allem der coronabedingte Umsatzrückgang. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Gläubigern belaufen sich auf 13,5 Millionen Euro.