Typico-Großauftrag als Zeichen der Hoffnung

Nach zweistelligem Minus nun drittgrößter Auftrag seit Gründung.
Lochau Die von den Folgen der Pandemie schwer gebeutelte Typico GmbH in Lochau hat den drittgrößten Einzelauftrag in der Firmengeschichte an Land gezogen. Es handelt sich dabei um eine textile Membranfassade für das Fußballstadion “Ernst-Abbe-Sportfeld” in Jena (D). Wie der geschäftsführende Gesellschafter Thomas König erklärt, belaufe sich der Auftrag auf rund 1,3 Millionen Euro. Die ersten Teillieferungen der Fassade erfolgen im Oktober 2021. Bis Ende 2022 dürfte das Projekt abgeschlossen sein. Insgesamt werden dafür rund 6000 Quadratmeter dieser Membranfassade benötigt.
Mit voller Wucht
Dieser Großauftrag ist für König wieder ein Zeichen von Hoffnung, dass man die vergangenen schweren Monaten langsam hinter sich lassen kann. Da zu den Kunden von Typico bislang sehr viele Firmen aus der Veranstaltungsbranche gehörten, wurde das Unternehmen von den unzähligen Veranstaltungsabsagen “mit voller Wucht” erfasst. “Wir sprechen hier von einem Umsatzminus im deutlich zweistelligen Prozentbereich. Viele unserer früheren Kunden sind jetzt insolvent, die gibt es gar nicht mehr.”
Da nun auch an anderer Stelle wieder vermehrt Aufträge hereinkommen, wird Typico die Kurzarbeit per 1. Juli beenden. Aktuell werden rund 75 Mitarbeiter beschäftigt.
Partnerschaft mit Zumtobel
Typico hat die vergangenen Monate auch dazu genutzt, die Geschäftsfelder auszuweiten. So ging man mit dem Lichtkonzern Zumtobel eine strategische Partnerschaft ohne firmenrechtliche Beteiligung ein. Diese umfasst großformatige, akustisch wirksame Lichtdecken, die Typico entwickelt und produziert.
Für den Seilbahnhersteller Doppelmayr produziert Typico eine Schutz-Persenning für die Sitzflächen von Sesselliften. Dadurch soll Verschmutzung durch Mountainbiker verhindert werden, die zum Beispiel in Bike-Parks unterwegs sind und zuvor mit der Bahn hinauffahren. Zum Einsatz kommt die Membran im Bike Park Sölden.
