Zweites Leben für Palette

Kräutler repariert 40.000 Stück im Monat. Millioneninvestition.
Altach Die Kräutler GmbH, besser bekannt unter ihrem Markenauftritt „Rheintalpaletten“, will den Firmenstammsitz in Altach erweitern. Der Grund dafür liegt nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Hubert Kräutler darin, dass ein angemieteter zweiter Standort in Altach in naher Zukunft aufgelassen werden muss. „Deshalb werden wir unser operatives Geschäft am Stammsitz konzentrieren. Dafür muss dieser jedoch ausgebaut werden“, so Kräutler.
Millioneninvestition
Konkret soll ein rund 600 Quadratmeter großes bestehendes Flugdach baulich geschlossen werden. Darin sollen dann zusätzliche Produktionsflächen entstehen. Um die Lagerflächen im Außenbereich zu kompensieren, sei an anderer Stelle ein neues Flugdach vorgesehen, wodurch rund 1200 Quadratmeter überdachte Lagerflächen im Freibereich geschaffen werden. Das Investitionsvolumen beziffert Kräutler mit rund 1,4 Millionen Euro. Der Baubeginn soll im zweiten Halbjahr 2021 erfolgen, die Fertigstellung im Frühjahr 2022.
Bei „Rheintalpaletten“ sind rund 20 Mitarbeiter beschäftigt. Das Hauptgeschäft ist die Reparatur von Europaletten aus Holz. Dazu kommen der Handel mit Paletten sowie die Herstellung von Sonderverpackungen wie Holzkisten und Verschlägen. Pro Monat repariert Kräutler bis zu 40.000 Europaletten. An die 4500 neue Paletten werden zudem pro Woche verkauft.
Bei einem Jahresumsatz von etwa 7,5 Millionen Euro ist das Unternehmen insbesondere mit Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelbranche im Geschäft. Diese befinden sich hauptsächlich in Vorarlberg, aber auch im Schweizer Rheintal und in Liechtenstein. Nach eigener Einschätzung ist „Rheintalpaletten“ einer der größten Paletten-Umsetzer in Österreich.
Ressourcenschonung
Hubert Kräutler betrachtet die Tätigkeit auch als einen Beitrag zur Ressourcenschonung. Denn eine Europalette bestehe aus 78 Nägeln, elf Brettern und neun Klötzen. Bei einer Reparatur werden im Schnitt drei bis vier Teile ausgetauscht und die Palette danach wieder in Verkehr gebracht. Die ausgetauschten Teile werden bei einem Partnerbetrieb zur Energieerzeugung verwendet.