20-Millionen-Projekt: VLV legt mit Neubau los

Nach gutem Jahr 2020 starten Bauarbeiten in Bregenz.
Bregenz Der Bauzaun hatte es angekündigt. Nun starten in der Bregenzer Bahnhofstraße die Abbrucharbeiten am bestehenden Bürogebäude der Vorarlberger Landesversicherung. Mit dem Neubau legt die VLV 101 Jahre nach der Gründung nun einen wichtigen Grundstein für die Zukunft.
In das vom Bregenzer Architekturbüro Dorner-Matt gestaltete Gebäude werden rund 20 Millionen Euro investiert. Bis zum Einzug im Herbst 2023 sind die VLV-Mitarbeiter im ehemaligen Marienheim in der Gerberstraße untergebracht.
Erfolgreiches Jahr
Die Vorstände der Vorarlberger Versicherung, Robert Sturn und Klaus Himmelreich, freuen sich über den Startschuss für das Projekt. Auch das vergangene Coronajahr 2020 war für die Gemeinwohl-zertifizierte Versicherung erfreulich. Auch wenn die 100-Jahr-Feier abgesagt und die Sonderausstellung zum Thema Risiko im vorarlberg museum auf heuer verschoben werden musste, sprechen die Zahlen eine positive Sprache. So konnte ein Beitragswachstum von 3,2 Prozent auf 106,3 Millionen Euro erreicht werden.
Viele hätten in die eigenen vier Wände investiert, der Kfz-Bereich lief „erstaunlich“ gut und auch die Befürchtung, der eine oder andere Kunde würde sich coronabedingt die Lebensversicherung vorzeitig auszahlen lassen, habe sich nicht bewahrheitet. Diese liege aktuell mit einer Gesamtverzinsung von 3,25 Prozent übrigens weit über dem Durchschnitt des Mitbewerbs. Auch Anfragen für Stundungen habe es so gut wie keine gegeben. An Schäden wurden rund 66 Millionen Euro ausbezahlt – ein leichter Anstieg zum Vorjahr.
Schub für Digitales
Der Fokus auf Regionalität sei in der Krise einmal mehr ein Vorteil gewesen. „Unsere Kunden kennen ihren Ansprechpartner“, so Sturn und Himmelreich. Positiv sei auch der Schub in Sachen Digitalisierung gewesen. Gerade für die Bereiche Homeoffice und Abwicklung hätten sich hier neue, flexiblere Möglichkeiten aufgetan. VN-reh
