Kritik an Barbershops

Friseurinnung sieht Dumpingpreise und fehlende Anstellungsverhältnisse.
Feldkirch Die Zahl der Barbershops hat auch in Vorarlberg deutlich zugenommen. Bei einem Großteil dieser Betriebe würden Männer-Haarschnitte bereits ab zehn Euro angeboten. „Diese Dumpingpreise verhindern einen fairen Wettbewerb“, kritisiert Günther Plaickner, Innungsmeister der Friseure. Wer Einkauf, Löhne, Miete, etc. bezahlen muss, könne keinen so günstigen Haarschnitt anbieten. „Das ist wirtschaftlich nicht möglich.“
Schwerpunktkontrollen in anderen Bundesländern hätten gezeigt, dass die Annahmen der Friseurinnung sich oftmals bewahrheiteten. Viele Dienstleistungen wurden schwarz abgerechnet, und auch hinsichtlich der Beschäftigungsverhältnisse kam es zu Übertretungen. „Natürlich trifft das nicht auf alle Barbershops zu, aber die schwarzen Schafe dürfen nicht unbehelligt bleiben“, erklärt Plaickner.