So soll die Zettelwirtschaft eingedämmt werden

Markt / 10.05.2021 • 11:00 Uhr
So soll die Zettelwirtschaft eingedämmt werden
Die meisten Einkäufe der Österreicher liegen unter 12,40 Euro. Auf diese Kassenzettel soll in Zukunft verzichtet werden. APA

Abschaffung von Kassabons für Kleinbeträge gefordert.

Feldkirch Etwa 50 Prozent aller Zahlungen in Österreich liegen unter 12,40 Euro, diese haben einen Papierverbrauch von 655 km pro Tag, das ist die Strecke Wien-Kärnten und retour“, rechnet der Vorarlberger Wirtschaftsbunddirektor vor. Papierverbrauch, der nicht sein müsse. Um Ressourcen zu schonen und Zettelwirtschaft zu vermeiden, schlägt Kessler deshalb die Abschaffung von Papierrechnungen bis 20 Euro vor. 

Durch die Belegerteilungspflicht, die 2016 eingeführt wurde, entstehe unnötig viel Bürokratie, Aufwand und zusätzliche Belastungen für die Umwelt, begründet er seinen Vorstoß, der mit dem Wirtschaftsbund österreichweit akkordiert ist. Eigentlich ist bei der Belegerteilungspflicht auch der Konsument angesprochen, er muss bei Barzahlung den Beleg entgegennehmen und bis außerhalb des Geschäftes mitnehmen. Falls die Finanz eine Kontrolle durchführt, sollte man idealerweise den Beleg herzeigen können. Sanktionen für Kunden, die die Quittung nicht mitnehmen oder von ihrer Mitwirkungspflicht nicht Gebrauch machen, gibt es allerdings nicht. Und es wird von vielen Konsumenten deshalb auch nicht ernst genommen.

So soll die Zettelwirtschaft eingedämmt werden
WB-Direktor Jürgen Kessler will weniger Kassazettel: “Weniger Bürokratie und mehr Umweltschutz.”  WB/FASCHING

Es gelte deshalb, die Belegerteilungspflicht für kleine Beträge – immerhin kostet die Zettelwirtschaft 1000 Bäume pro Jahr – zu beseitigen.