Neue Initiative für Langzeitarbeitslose
Aktion „Sprungbrett“ soll bis Ende 2022 Jobs für 50.000 Menschen schaffen.
Wien Die Regierung startet ein Programm für Langzeitarbeitslose. Bis Ende kommenden Jahres sollen 50.000 Personen über die Aktion „Sprungbrett“ wieder in Beschäftigung kommen, kündigt Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) zum Abschluss der Regierungsklausur an. Die genaue Ausgestaltung soll allerdings erst in den kommenden Wochen vorliegen.
Wie Kocher ausführt, müssten erst die notwendigen Strukturen geschaffen werden. Vor allem größere Betriebe müssten eingebunden werden, ebenso Beratungs- und Betreuungseinrichtungen, die einen optimalen „Match“ zwischen Arbeitgebern und Arbeitssuchenden finden sollen. Auch staatlich müsse eingegriffen werden über Eingliederungshilfen und Lohnunterstützung. Gemeinnützige und öffentliche Stellen sollten Arbeitsangebote zur Verfügung stellen. Aktuell sind knapp 147.000 Personen langzeitarbeitslos.
Keine Details
ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian sieht die Ergebnisse der Regierungsklausur ambivalent. „Alles, was dazu dient, Arbeitslosigkeit zu senken ist im Prinzip gut“, meint Katzian. Bei der Initiative für Langzeitarbeitslose könne er nur sagen: „Na endlich.“ Dass die Initiative jetzt anders heiße als jene von SPÖ und Gewerkschaft forcierte „Aktion 40.000“ sei ihm dabei egal. Was den Präsidenten mehr stört, ist, dass man noch keine Details wisse.