Finanzielle Starthilfe für heimische Innovatoren

Land fördert mit „Innovation Call“ digitale Zukunftsprojekte.
Bregenz Katerina Sedlackova und ihr Team verhelfen blinden und sehbehinderten Menschen zu mehr Unabhängigkeit. Ihr Unternehmen WAIBROsports hat einen Gurt entwickelt, der durch eine integrierte Kamera die Linien auf Sportlaufbahnen erkennt und den Sportler durch Vibrationsimpulse navigiert. Der Weg von der Gründung zur Entwicklung des Prototyps war aber kein einfacher. In die Entwicklung floss jenes Geld, das sie durch einen zusätzlichen Job verdiente. „Finanzielle Mittel zu bekommen ist eine Herausforderung“, sagt Sedlackova, die ihr Produkt bis 2022 zur Marktreife entwickeln will.
Unterstützung für KMU
Geld für innovative Projekte zu bekommen, ist für viele eine Herausforderung. Gerade wenn die Idee noch relativ am Anfang steht. Das Land Vorarlberg startet deshalb den „Innovation Call“, eine spezielle Förderung für digitale Zukunftsprojekte. Angesprochen werden damit Gründer sowie KMU, die in neue Projekte investieren. „Mit dieser Unterstützung sollen es Innovationen schneller aus der Garage schaffen“, so Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Ursprünglich angedacht war eine Förderrichtlinie, allerdings habe man schnell gemerkt, dass digitale Innovationsprojekte schwer mit klaren Vorgaben vereinbar seien.
Konkret können Vorarlberger Betriebe im Zeitraum von 12. April bis 21. Mai ihre Projekte mittels Video und Pitch Deck einreichen. Die Auswahl trifft dann eine Jury in einem zweistufigen Verfahren. Diese ist unter anderem mit Unternehmern wie Hubert Rhomberg, Christian Beer, Thomas Gabriel oder Stefan Hagen besetzt.
Als Förderung winkt ein Zuschuss von maximal 50 Prozent der Projektkosten mit einer Obergrenze von 25.000 Euro. In Summe stellt das Land dafür 250.000 Euro zur Verfügung. VN-reh

Alle Informationen zum Innovation Call finden Interessierte unter www.innovationcall.io