Weshalb heuer das Osternest größer ausfällt

Vorarlberger geben im Durchschnitt 105 Euro für Ostern aus.
Schwarzach Bei Spiel+Freizeit Juriatti in Bürs herrscht in der Karwoche Hochbetrieb. Die Kunden wollen heuer ihren Nachwuchs vor allem für das Spiel im Freien ausrüsten. So sind etwa Laufräder für die Kleinsten ein Hit, aber auch Trampoline und Scooter, berichtet Inhaber Adrian Juriatti. Ein echter Lichtblick, nachdem im Vorjahr das Leben zu Ostern auf null heruntergefahren war, und auch mit Blick auf den Handel in Ostösterreich. Das gilt auch für andere Branchen. In den Konditoreien sind natürlich die Osterhasen, auch solche mit Bezug zur aktuellen Coronapandemie, ein Renner. Waren es im vergangenen Jahr Hasen mit Mund-Nasen-Schutz, die gerne gekauft wurden, sind es heuer im Schlosskaffee in Hohenems als Krankenschwestern verkleidete Schokohasen – die Impfspritze darf dabei nicht fehlen.
Zweitwichtigstes Fest
Für den Handel ist Ostern nach Weihnachten das zweitwichtigste Fest und heuer wollen die Vorarlberger ihre Lieben richtig beschenken. Während die Österreicher rund 95 Euro dafür ausgeben wollen, sind es in Vorarlberg 105 Euro, so eine Erhebung des Österreichischen Handelsverbandes. Das ist aber mehr als doppelt so viel wie im vergangenen Jahr und auch deutlich mehr als 2019 (65 Euro). Insgesamt wollen die Österreicher heuer 240 Millionen Euro für das Osterfest springen lassen.
„Süßigkeiten vom Schokohasen bis zur Praline bleiben auch in Zeiten von Corona für die Hälfte der Österreicher die klare Nummer eins der beliebtesten Ostergeschenke“, das wollen 54 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher schenken, so Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will. Auf Platz zwei folgen gefärbte Eier mit 51 Prozent und erstmals auf Platz drei Blumen und Pflanzen mit 26 Prozent. Die Top 5 Ostergeschenke werden durch Spielwaren (22 Prozent) und Selbstgebackenes (20 Prozent) komplettiert. Knapp ein Sechstel der befragten Personen will heuer auf Ostergeschenke gänzlich verzichten.
Stationärer Handel bevorzugt
Über zwei Drittel (71 Prozent) der Verbraucher kaufen die Ostergaben am liebsten im stationären Handel. Im Detail sieht man, was bei den Vorarlbergern außerdem im Nest zu finden ist. PlayStation-5-Spiele sind ganz vorne, gefolgt von Kinderrollern, Playmobil, Sand- und Outdoor-Spielzeug. Auch bei Nintendo Switch-Spielen, E-Scootern, Rennrädern, Mountainbikes und Fußballtrikots hat die Nachfrage bis jetzt bereits um 50 Prozent zugenommen. Im Fahrradhandel sorgt das für Wartezeiten, da ein Engpass bei Komponenten aus Asien den Verkauf verzögert. Einige dieser sportlichen und nachhaltigen Ostergeschenke werden wohl erst nach dem Fest ihre Empfänger erreichen.
UMFRAGE Wie läuft das Ostergeschäft heuer?
Ostern ist für uns in trockenen Tüchern, aber noch haben wir ein breites Angebot, denn Ostern ist erst am Montagabend vorbei, im Cafe ist noch Luft nach oben Günther Fenkart, Schlosscafé, Fenkart Schokolade, Hohenems
Die Menschen haben in der Krise das Spielen zuhause schätzen gelernt. Das Ostergeschäft läuft bereits die ganze Woche sehr gut, wir haben uns auf den Ansturm vorbereitet, die Lager sind voll. Adrian Juriatti, Spiel+Freizeit Juriatti, Bürs
Bei uns läuft das Geschäft rund um Ostern auf Hochtouren. Die Stimmung der Händler ist durchwegs gut. Durch die Wiedereröffnung der Gastronomie-Sitzbereiche wurde sie noch besser. Walter Simma, Zimbapark, Bürs