Wo Schnellentschlossene jetzt eine Lehrstelle finden

Deutliche Entspannung am Vorarlberger Lehrstellenmarkt.
Bregenz Die ausbildenden Betriebe in Vorarlberg halten Wort. Sie stellen trotz Corona und der damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Rekrutrierung neuer Auszubildender auch heuer wieder Lehrstellen in allen Bereichen zur Verfügung. Mit Ende Februar 2021 waren beim AMS Vorarlberg 334 Jugendliche gemeldet, die eine Lehrstelle suchen. Das entspricht einer Zunahme von 6,4 Prozent zum Vorjahr. Demgegenüber stehen 287 allerdings sofort zu besetzende offene Lehrstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von vier Stellen.
Offene Lehrstellen im AMS Job App
Während die Corona-Krise in den Monaten März, April und Mai des letzten Jahres auch auf dem Lehrstellenmarkt, vor allem in den Bereichen Tourismus, Warenproduktion und Baugewerbe, ihre Spuren hinterließ, ist seitdem eine deutliche Entspannung erkennbar. Derzeit sind 287 Lehrstellen beim AMS Vorarlberg ausgeschrieben.
Die Bandbreite des Angebotes ist groß. Von der Applikationsentwicklung bis zur Zimmereitechnik werden über 140 Lehrberufe in verschiedenen Branchen angeboten.
Die meisten offenen Lehrstellen, die aktuell beim Arbeitsmarktservice Vorarlberg gemeldet sind, finden sich im Lehrberuf Einzelhandelskaufmann/-frau mit 129, gefolgt von den Lehrberufen Metalltechniker/in Maschinenbautechnik (88), Metalltechniker/in Zerspanungstechnik (67), Elektrotechniker/in (65) sowie Restaurantfachmann/-frau (44). „Die Lage ist stabil. Wir haben in Vorarlberg sehr gute Lehrbetriebe, die ihren Blick nach vorne gerichtet haben und weiterhin auf die Ausbildung von jungen Menschen setzen“, beschreibt Bernhard Bereuter, AMS-Landesgeschäftsführer, die Lage am Lehrstellenmarkt. „Ich appelliere an alle Jugendlichen, jetzt die Chance zu nutzen, und sich bei den Unternehmen für eine Lehrstelle zu bewerben.“ Bei der Suche nach dem passenden Lehrbetrieb bietet das AMS mit der AMS Job App ein kostenloses Online-Tool zur Unterstützung. Derzeit sind mittels AMS Job App über 1.000 Lehrstellen für 2021 in Vorarlberg zugänglich.
„Schnuppern“ im Betrieb digital
Dornbirn Da das Thema „Schnuppern“ derzeit besonders wichtig ist, finden für Schülerinnen und Schüler insgesamt acht digitale Live-Talks zu diesem Thema statt. Dieses neue Angebot soll ein Impuls für eine aktive Berufsorientierung sein – eine mögliche Form der „Live-Begegnung“ in dieser speziellen Zeit. „Unser Ziel ist es, konkrete Praxistipps aus erster Hand zu vermitteln und die Brücke zwischen Schule und Betrieben zu schlagen“, unterstreicht WKV-Direktor Christoph Jenny. Für Landesrat Marco Tittler ist es sehr wichtig, dass Vorarlbergs Jugendliche trotz Pandemie entsprechende Möglichkeiten zur individuellen Berufsorientierung vorfinden. Die Live-Talks sind eine Initiative von Wirtschaftskammer, Land und der Berufsberatrung Bifo.
Die Streaminglinks für die Veranstaltungen, am 16., 18., 23., und 24. März finden Sie rechtzeitig unter: www.bifo.at/bo-fuer-schulen