Huber-Holding-Sanierung: Letzte Unsicherheit ist nun vom Tisch

Rekurs abgelehnt: Damit ist Sanierungsverfahren der Huber-Gruppe abgeschlossen.
Wien Ende August 2020 wurde der Fortbestand der insolventen Textilfirmengruppe Huber in Götzis verkündet. Dann wurde es rund um diese millionenschwere Insolvenz noch einmal spannend. Denn der vormalige Vorstandsvorsitzende der Huber Holding, Martin Zieger, hatte als Einziger von insgesamt 68 Gläubigern gegen den Sanierungsplan gestimmt und einen Rekurs gegen die Bestätigung des Sanierungsplanes eingebracht.
Dieser ist nun vom Tisch, wie Rechtsanwalt Matthias Prior (Abel Rechtsanwälte), der das gesamte Verfahren begleitete, bestätigt. “Dem Rekurs wurde vom OLG Innsbruck nicht Folge gegeben. Ein weiteres Rechtsmittel ist jedenfalls unzulässig. Der Beschluss des LG Feldkirch über die Bestätigung des Sanierungsplans vom 25.09.2020 ist somit rechtskräftig.”
Vermutungen
Interessant scheint die Begründung des Oberlandesgerichts: “Das OLG Innsbruck führt in seiner Begründung zutreffend aus, dass der Rekurswerber abgesehen von Vermutungen und einem bereits bei erster Einschätzung die Interessen der Gläubiger geradezu konterkarierenden Vorschlag keine substantiierten Gründe aufzeigen oder gar bescheinigen konnte, welche gegen eine Bestätigung des Sanierungsplan sprechen würden. Damit ist nunmehr auch das letzte von insgesamt vier Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung und somit die Sanierung der Huber-Gruppe abgeschlossen”, so Prior.