Deshalb gab es auch im Lockdown das tägliche Brot

Markt / 06.10.2020 • 17:00 Uhr
Trotz Corona und Masken (beim Besuch der VN-Redaktion) erfüllten die Vorarlberger Bäcker ihren Versorgungsauftrag.<span class="copyright">VN/Steurer</span>
Trotz Corona und Masken (beim Besuch der VN-Redaktion) erfüllten die Vorarlberger Bäcker ihren Versorgungsauftrag.VN/Steurer

Vorarlberger Bäcker kämpften hart mit Coronamaßnahmen.

SChwarzach Am Samstag beginnt wieder wie seit vielen Jahren die Brotwoche, am 16. Oktober ist Tag des Brotes. Eine wichtige Gelegenheit für die Branche, um aufzuzeigen, denn im Coronalockdown war es gar nicht so einfach, sich entsprechendes Gehör bei den Kunden zu verschaffen. “Viele konzentrierten sich damals auf den Lebensmittelhandel, weil sie nicht wussten, dass wir immer offen gehabt haben oder weil sie die Kontakte auf niedrigem Niveau halten wollten”, berichtet Innungsmeister Wolfgang Fitz. In der Zwischenzeit habe sich die Kundenfrequenz wieder erhöht. Allerdings, so Fitz, haben die Betriebe sehr unterschiedlich mit der Krise zu kämpfen. Jene Bäckereien, die ein breites Angebot an Jausen haben, litten und leiden darunter, dass viele Firmen im Homeoffice gearbeitet haben und Schulen geschlossen waren. Auch die geschlossenen Hotels sorgten für große Umsatzrückgänge, dementsprechend groß ist die Hoffnung, dass die Wintersaison stattfinden kann. Es gab aber auch Gewinner, nämlich die Bäckereien, die den Einzelhandel beliefern. Die Versorgung sei indes immer gesichert gewesen, man habe sogar Hefe an den Einzelhandel abgegeben, berichtet er.

Die Hefe war für die Privathaushalte gedacht, die in der Coronazeit das Brotbacken für sich entdeckt haben. “Das schafft Bewusstsein für unsere Arbeit”, freut sich Fitz, der die Schwanenbäckerei Wolfurt führt. Durch das eigene Tun legen die Hobbybäcker auch beim Brotkauf großen Wert auf Qualität, auf regionale Zutaten (das Mehl stammt aus Österreich und Deutschland) und solides Handwerk, Zutaten, die auch in der gehobenen Gastronomie zu einem echten Brottrend geführt haben. Das Handwerk ist es, auf das die Vorarlberger Bäcker größten Wert legen, unterscheiden sie sich doch dadurch vom Mitbewerb.

Bäcker in Vorarlberg

Bäckereien 75 Betriebe mit ca. 150 Verkaufsstellen

Mitarbeiter 1231

Lehrlinge 112

Brotwoche 10. bis 17. Oktober

Mehr Infos frischbacha.at